Gemäß dem Leitbegriff der Selbstständigkeit in unserem Schulkonzept sollte im Distanzunterricht Anfang Januar in den sogenannten „Nebenfächern“ ein „kleines Projekt“ erarbeitet werden. Das Rahmenkonzept des Distanzunterrichts sagt dazu: „Im Vordergrund steht dabei nicht Wissenserwerb oder das Auswendiglernen von Inhalten, sondern der selbstständige Umgang mit Informationen, die durch Materialien, Bücher oder im Internet abgerufen werden können. Es geht um eigenes Ausprobieren und kreatives Erforschen in dem Rahmen, der für Jugendliche in der häuslichen Situation machbar ist.“ So beobachteten die Schüler zum Beispiel in Biologie, wie sich eine Topfpflanze entwickelt. In Geschichte sammelten sie Informationen über ein historisches Gebäude im Heimatort, in Sport erfanden sie Fitnessübungen im eigenen Zimmer. In Sozialkunde wurden Reden als Audio-Dateien für ein Planspiel hochgeladen, in Musik entstand aus vielen abgemischten Einzelstimmen ein neuer Schulsong. „Durch das kleine Projekt wollen wir bewusst auch das nicht-digitale Tun wie Bewegung, Malen und Zeichnen, Arbeit mit Material, ggf. Handschrift als Gegengewicht zur erhöhten 'Bildschirm-Zeit' der Schüler fördern“, so Schulleiter Markus Binzenhöfer.

Das „kleine Projekt“ war ein Experiment, das anfangs für Diskussion und auch Widerspruch sorgte. Längeres Arbeiten ohne genaue Anleitung und auch die Fülle der Aufgaben in mehreren Nebenfächern wurden bisweilen als große Herausforderung empfunden. Am Ende der Projektphase wurden die betreffenden Lehrkräfte eingeladen, Beispiele für Projektarbeiten ihrer Schüler auf ein Padlet, eine digitale Pinnwand, zu stellen. Ein Streifzug durch dieses Padlet zeigt, wie erstaunlich vielfältig, kreativ und fleißig viele Schülerinnen und Schüler gearbeitet haben. Hier geht es zum Padlet „Projektarbeiten“: https://padlet.com/pohl_egm/m1hxgm0otoecmbfb

Von: Dr. Reinhard Klos, Oberstufenkoordinator am Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach.