Gut 4000 Stunden hat sich ein Sänger dem Chorgesang gewidmet, wenn er denn 50 Jahre in einem Gesangverein aktiv Mitglied ist. Das ist fast ein halbes Jahr durchgehend Singen. Ausgerechnet hat das die stellvertretende Vorsitzende der Sängergruppe Kitzingen Ingeborg Weissmann, als sie am Samstagabend langjährige Sänger des Männergesangvereins Eintracht 1853 Obernbreit auszeichnete. Und mit Werner Kastner, Herbert Scherer, Walter Tremmel und Friedrich Ziegler konnten tatsächlich vier Sänger diese beeindruckende Stundenzahl vorweisen – sie wurden für 50 Jahre aktives Singen geehrt.

Zum Ehrenabend hatten die Obernbreiter Sänger gebeten und das gleich mit einem Liederabend verbunden. Dazu geladen hatten sie sich Verstärkung vom Nachbarverein Frohsinn 1898 Seinsheim und einen gemeinsamen Liederabend veranstaltet, in dessen Mittelpunkt die Auszeichnung langjähriger Mitglieder stand.

„Gesang erfreut unsere Herzen und wir bleiben fit und trainieren unseren Geist, gerade beim Auswendigsingen“, sagte Weissmann in ihrer kurzen Rede. Sie würdigte auch die gute Gemeinschaft, die zur Chorprobe einfach dazu gehört und ein wichtiger Bestandteil des Hobbys ist, dem sich die Sänger widmen. „Sie habe ihre Stimme trainiert und geschult und zur Freude vieler Menschen erklingen lassen“, so Weissmann.

Traditionelle Werte, wie Familie und Heimat und die Pflege deutschen Liedguts, dafür stehen die Männergesangsvereine seit ihrer Gründung im 19. Jahrhundert, sagte Bürgermeister Bernhard Brückner in seinem Grußwort. In Obernbreit ist die Eintracht eine tragende Säule des Vereinslebens und es sei schön, dass sich auch heute noch Mitglieder finden, die sich von diesem Geist inspirieren lassen und aktiv mitsingen.

Und so waren es neben den Ehrungen die Liedvorträge der beiden Gesangsvereine, die im Bürgersaal des Rathauses im Mittelpunkt standen. Für seine Verdienste um den Verein wurde Manfred Geitz zum Ehrenmitglied ernannt. Die weiteren Auszeichnungen, sowohl vom Verein, als auch vom Fränkischen Sängerbund und der Deutschen Chorvereinigung waren: Für 50 Jahre: Werner Kastner, Herbert Scherer, Walter Tremmel und Friedrich Ziegler; für 40 Jahre: Bernhard Scherer, Reinhard Baier, Hartmut Hess, Werner Ottenbreit und Ernst Oehler; für 30 Jahre: Ernst Valentin, Fritz Düll und Günter Wagner; für 25 Jahre: Ludwig Döppert, Walter Düll, Gerhard Fuchs, Karl-Heinz Michler, Thomas Pietschker, Rudolf Oppelt, Werner Pröschel und Willi Walther; für zehn Jahre: Reinhold Watzlik, Manfred Schmidt, Gerd Hoffmann, Ingeborg Hupp und Ernst Rauh.