Um für mehr Sicherheit beim Ausfahren aus der Albrcht-Dürer-Straße in die Hörblacher Straße in Stadtschwarzach zu sorgen, hat die Gemeinde nach Ratsbeschluss im vergangenen Jahr einen Findling samt zweier Warnbaken aufgestellt. Weil dort in der Regel Patienten der gegenüberliegenden Arztpraxis parken und ein bis zwei Parkplätze durch die Sicherheitsmaßnahme weggefallen sind, haben sich die Ärzte über diese Veränderungen schriftlich beschwert. Darüber wurde im Gemeinderat nun ausführlich diskutiert.

Die Einschränkung der Parkmöglichkeiten für die Patienten direkt vor der Praxis werde kritisch gesehen, erklärte Bürgermeister Volker Schmitt. In ihrem Schreiben wiesen die Allgemeinärzte auf einen vergleichbaren Kreuzungsbereich in der Hörblacher Straße hin, bei dem keine Parkeinschränkungen vorgenommen worden seien. Sie baten den Gemeinderat darum, die Parkhindernisse noch einmal zu überdenken. Ihr Wunsch: Den geschotterten Seitenstreifen zu pflastern.

Bürgermeister Schmitt: "Wir wertschätzen unsere Ärzte sehr"

Bürgermeister Schmitt erläuterte, dass das Prozedere seitens der Gemeinde eine gute Lösung, aber nie ein endgültiges Projekt gewesen sei. Er stellte klar: "Wir wertschätzen unsere Ärzte sehr. Es ging lediglich um die Sicherheit. Die Maßnahme ist nicht in Stein gemeißelt." Der Spagat zwischen Sicherheit und Parkraumverlust spiegelte sich in den Diskussionen wider. Maria Fieber meinte: "Wir haben in jedem Ortsteil ähnliche Probleme mit Ausfahrten." Sie befürchtet durch den Findling Präzedenzfälle. "Irgendwo müssen die Leute ja parken", votierte sie gegen diese Absperrmaßnahme und forderte mehr gegenseitige Rücksichtnahme.

Peter Kuhn ging einen Schritt weiter und regte an, den Seitenstreifen zu pflastern und fünf Meter vor der Einmündung damit aufzuhören. "Das hat Baustellencharakter", befand Johanna Sendner, Findling und Warnbaken seien unmöglich. Der Parkstreifen solle für die Arztpraxis erhalten bleiben. Max Hegler dagegen befand Findling und Warnbake als gute Lösung. "In naher Entfernung ist ein öffentlicher Parkplatz. Die Leute können auch ein paar Meter laufen", sagte er.

Dr. Hartmut Ratz, selbst betroffener Arzt und Ratsmitglied, erklärte:"Diese Warnbake ist eine Zumutung für unsere Patienten." Seit 40 Jahren werde dort geparkt. Kranken Menschen sollte man keine langen Fußwege zumuten, sagte er erregt in Richtung Ratskollege Hegler. Georg Ruhsert beruhigte die Gemüter. Man solle doch die Kirche im Dorf lassen: "Der Findling sollte doch nur ein Versuch sein." Schlussendlich wurde Bürgermeister Schmitt beauftragt, mit den Ärzten Kontakt aufzunehmen und die Thematik persönlich zu besprechen. Der Punkt wurde vertagt.

Stadt beschafft neue Köderboxen zur Bekämpfung von Ratten

Ratten sind in Schwarzachs Untergrund nicht selten. Es gibt regelrechte Ratten-Hotspots, die immer wieder für Anrufe in der Verwaltung sorgen, so Bürgermeister Schmitt. Bisherige Bekämpfungsmethoden in Kanalsystemen waren nicht umweltfreundlich, da die hochgiftigen Substanzen schlecht abgebaut werden und im Umweltkreislauf verbleiben. Um eine ordnungsgemäße Schädlingsbekämpfung für die Zukunft zu ermöglichen, führt Schwarzach nun ein neues Rattenbekämpfungssystem ein. Es trägt den Namen "ball-b". Das Gremium beschloss, für die Erstbeschaffung von acht Rattenköderschutzboxen 10.000 Euro im Haushalt für dieses Jahr vorzusehen.

Die Stützpunktfeuerwehr Stadtschwarzach bekommt ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20. Die Anschaffung wird vom Fachbüro Michael Schur aus Schwebheim ausgeschrieben. Der Förderantrag auf Zuschuss in Höhe von 125.000 Euro ist bei der Regierung von Unterfranken ist bewilligt. Möglich sind noch Zuschüsse vom Landkreis Kitzingen in Höhe von 75.000 Euro.

Zugestimmt hat der Gemeinderat dem Jahresbetriebsplan und der Jahresbetriebsnachweisung für 2022 im Gemeindewald. Der von Revierförster Andreas Hiller ausgearbeitete Plan schließt, bei Ausgaben von 59.540 Euro und Einnahmen von 70.200 Euro, voraussichtlich mit einem Gewinn von 10.700 Euro.

Interaktive Touch-Displays für die Schule

Thomas Weckert teilte zum Thema Hochwasserschutz mit, dass aktuell Dämme an der Schwarzach zwischen Reupelsdorf und Laub vom Wasserwirtschaftsamt entfernt werden. Seine Frage, ob das auch in Schwarzach geschieht, soll eine Nachfrage bei der Behörde klären.

Bevor die Gewährleistungsfrist abläuft, sollen im Gemeindegebiet Abwasserkanäle, die vor vier Jahren saniert wurden, mit der Kamera befahren werden. Den Auftrag erhielt die Firma Barthel Umweltdienst aus Poppenlauer zum Angebotspreis von 8431 Euro. Der Auftrag für die neue Möblierung in der Grundschule Schwarzacher Becken, die zurzeit generalsaniert wird, ging an die Firma VS Möbel aus Tauberbischofsheim für 136.000 Euro. Die neuen interaktiven Touch-Displays für die Schule werden von der Firma V-BC.de Reinsdorf für 48.000 Euro geliefert. Den Auftrag für die Gebäudeendreinigung erhielt die Firma K&S Raumpflegeservice Schweinfurt für 24.000 Euro.