Das gab es noch nie: Mit Spalier und Winken wurde die Kaltensondheimer Feuerwehr zu einem Einsatz nach Sulzfeld verabschiedet. Der Grund: Die Alarmierung erreichte die Wehrleute bei der Hochzeitsfeier einer Kameradin im Feuerwehrhaus. Etliche Teilnehmer der Gesellschaft, darunter der Brautvater, hatten so nur einen kurzen Weg zum Feuerwehrauto, der Braut allerdings wurde die Teilnahme am Einsatz untersagt.

Das erzählte Kommandant Benno Eschenbacher am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung der Kaltensondheimer Wehr. Der Einsatz in Sulzfeld, auch noch am Weinfestwochenende, war nicht der einzige: Insgesamt vier Mal mussten die Kaltensondheimer Wehrleute zu Bränden ausrücken: Neben einem Küchenbrand im Ort und einem brennenden Ölofen in Westheim, galt es auch noch entzündetes Elefantengras bei Erlach zu löschen.

Um für die Einsätze gerüstet zu sein hielt die Wehr acht Übungen und drei Schulungsabende ab, darunter Gemeinschaftsübungen mit den Nachbarwehren aus Biebelried, Westheim und Sulzfeld. Nach „langen Jahren“ konnte auch eine Leistungsprüfung abgelegt werden, die Feuerwehr war zudem bei der Verkehrsregelung beim Mainfrankentriathlon im Einsatz.

Höhepunkt im Vereinsjahr war die Einweihung des Backhauses beim Sommerfest. Diese neueste und mit viel Eigenleistung gebaute Attraktion der Wehr kommt sehr gut an und ist bei den Festen eine Bereicherung. Und diese Feste sind es auch, die für das gesellschaftliche Leben der Gemeinde eine große Bereicherung sind, wie einhellig von Bürgermeisterin Renate Zirndt und stellvertretendem Landrat Paul Streng gelobt wurde.

Mit insgesamt 34 Aktiven, darunter sieben Frauen und sechs Jugendlichen ist die Kaltensondheimer Wehr auch personell gut aufgestellt. So konnte Jugendwartin Anja Meyer fest stellen, dass im vergangenen Jahr zwei weibliche Jugendliche in die Hauptwehr übernommen wurden, sich die Jugendwehr bei der Müllsammelaktion der Gemeinde, bei 24 Stunden Schwimmen und beim Jugendzeltlager beteiligten. Höhepunkt für die Jugend ist nach wie vor das Sonnwendfeuer, das immer sehr gut besucht ist.

Zusammen mit Kreisbrandinspektor Bernd Rüdiger zeichnete Streng Norbert Hager für 40 Jahre, Joachim Beuschel und Frank Endres für 25 Jahre und Michaela Meyer für 10 Jahre aktiven Feuerwehrdienst aus.