Zwischen einem kurzen Stoß-, Quer- und Rückwärtslüften kam diese Woche die Meldung, dass der Landkreis für seine Schulen 195 mobile CO2-Ampeln bestellt hat. Die Geräte zeigen an, wann gelüftet werden muss. Gleichzeitig entbrannte eine Diskussion, ob Lüften überhaupt reicht. Sind nicht eher Luftfilteranlagen die Lösung? Eltern einer Grundschule in Würzburg wollten eine solche Anlage in Eigeninitiative sogleich in ein Klassenzimmer bauen -  was aber so einfach nun auch wieder nicht ist. Das Corona-Durcheinander bleibt uns erhalten. Wenn also demnächst mal jemand fragen sollte, wie das Jahr 2020 in einem Wort beschrieben werden könnte, liegt eines ganz vorne: Schmöchtedasallesnischt.

Alles komisch dieses Jahr, selbst die Äpfel faulen schneller als sonst. In einer Mail warnt die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim vor Fruchtfäulen während der Lagerung. Was es da nicht alles gibt: die Alternaria-Schwarzfäule. Nicht zu verwechseln mit der Monilia-Schwarzfäule oder der Penicillium-Fruchtfäule. Auch die Botrytis-Fruchtfäule, Gloeosporium-Fruchtfäule und der Mucor-Köpfchenschimmel seien nicht ohne.

Ob auch in Rödelsee einiges faul ist, muss sich dagegen erst noch zeigen. Es deutet sich immerhin eine Wildkamera-Affaire an. Die Kameras wurden von der Gemeinde aufgehängt und sollen Sachbeschädigungen verhindern. Nur: Wenn Bilder von Ertappten dann im Netz landen, hört der Spaß auf. Wobei das nicht so klar ist, weil sich diverse Datenschutzbeauftragte wohl nicht gerne festlegen. Selbst eine 50-seitige Orientierungshilfe des Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz scheint unklar. Vielleicht wird der Fall eines Tages verfilmt, natürlich innovativ mit Wildkamera. Am besten als Eberhofer-Krimi. Statt "Sauerkrautkoma" heißt es dann Wildkameraschmarrndrama.

Bei der Gelegenheit könnte sich der Eberhofer auch mal um die Zustände auf den Autobahnen samt der dazugehörigen Parkplätze kümmern. Diese Woche gab es wieder einen besonders krassen Fall, als ein Laster-Fahrer auf einem Parkplatz bei  Feuerbach an der A 3 etwas passend machen wollte, was nicht passte: Der 59-Jährige wollte rückwärts zwischen zwei Lastzügen einparken, was gründlich misslang und zu 25.000 Euro Schaden führte. Das Ganze passierte nachmittags und der Fahrer brachte es auf 2,8 Promille, lag also nahe am  Sauerkrautkoma. Was da auf unseren Straßen los ist, lässt sich eigentlich nur noch so kommentieren: schmöchtedasallesnischt.