„Mit dieser Nistkästen-Aktion wollen wir als Club aufzeigen, dass unsere Golfanlage ein einzigartiges und erhaltenswertes Ökosystem ist“, sagt Peter Siegel, Präsident des Golfclubs Schloss Mainsondheim. Die Verantwortlichen um Headgreenkeeper Uwe Hippelein fördern immer wieder mit Projekten die Vielfalt der Flora und Fauna auf der über 70 Hektar großen Golfanlage.

Der Club praktiziert den Slogan „Golf und Natur“ des Deutschen Golfverbandes und hat bereits vor Jahren um die Gewässer, die sich auf dem Golfplatz befinden, mehrere Biotope ausgewiesen. Diese dürfen von den Golfern zum Schutz der Pflanzen und Tiere nicht betreten werden. Vergangenes Jahr folgte dann nach Beratung durch die Untere Naturschutzbehörde Kitzingen das Anlegen von Wildblumenwiesen auf einer Fläche von rund einem Hektar, mit denen Insekten und Wildbienen angelockt werden sollen.

Da es 2019 ein großes Amselsterben und im Vorjahr ein Meisensterben gegeben hatte, schritt die Clubführung jetzt zur Tat mit der Nistkästen-Aktion. Die Marshalls (Platzwarte) Peter Weyers und Walter Statz initiierten bei den Clubmitgliedern eine Nistkästen-Spendenaktion, die einen dreistelligen Betrag einbrachte. Davon konnten 35 Nistkästen angeschafft werden. Ottmar Deppisch von der Dettelbacher Ortsgruppe des Landesbundes für Vogelschutz beriet die Mainsondheimer bei der Auswahl der passenden Standorte. Die Nistkästen sollen dazu beitragen, dass sich die Populationen der bedrohten Vogelarten wieder erholen und sich auch andere Vogelarten verstärkt ansiedeln. „Wir werden jetzt genau beobachten, wie diese Nistkästen angenommen werden“, sagt Peter Weyers.

„Hiermit wollen wir auch zeigen, dass der Golfsport keine elitäre Freizeitbeschäftigung ist, bei dem der Umweltschutz hintenan steht“, betont Peter Siegel. Vielmehr sind sich die Clubverantwortlichen des ökologischen Wertes der Golfanlage bewusst, die ein wertvoller Teil unserer fränkischen Kulturlandschaft ist.

Von: Ingrid Winn, Clubsekretärin Golfclub Schloss Mainsondheim.