Nach umfangreichen Vorberatungen wurde in der Jahresschlusssitzung des Sommeracher Gemeinderates der Haushalt 2017 verabschiedet. Bürgermeister Elmar Henke sprach von einem „ehrgeizigen Haushalt“ mit einem Gesamtvolumen von 3,9 Millionen Euro.

Hiervon entfallen 2,5 Millionen Euro auf den Verwaltungs- und gut 1,3 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. Erfreulich sei die Tatsache, dass sich trotz der ehrgeizigen Bauprojekte die Pro-Kopf-Verschuldung 2017 nur geringfügig erhöhen werde – und zwar von 777 auf 808 Euro. Mit ein Grund dafür ist die Tilgung von 50 000 Euro, die man 2016 vornehmen konnte.

Als positiv wertete Henke die Erhöhung der Rücklagen um 50 000 auf nunmehr 450 000 Euro sowie die Zuführung von 360 000 Euro aus dem Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt.

In seinem Vorbericht auf das Haushaltsjahr 2016 streifte Henke kurz das zurückliegende Jahr, das im Verwaltungshaushalt „sehr gut“ verlief. Die Gewerbesteuereinnahmen lagen um 66 Prozent über dem Haushaltsansatz von 250 000 Euro. Die eingeplante Kreditaufnahme von 70 000 Euro wird somit nicht benötigt. Zum Investitionsprogramm der Gemeinde: Insgesamt sind es etwa 850 000 Euro, die bei verschiedenen Vorhaben umgesetzt werden sollen.

Priorität hat die Neugestaltung der Parkanlagen für 156 000 und der Volkacher Straße mit 154 600 Euro. Investiert wird aber auch in den Bereich der Gemeindestraßen (127 000) sowie des Feuerwehrwesens (70 000). Unverändert bleiben die Steuer-Hebesätze, die bei der Grundsteuer A und B 350 und bei der Gewerbesteuer 380 Punkte betragen.

Wichtigste Einnahmen des Verwaltungshaushaltes sind der Einkommensteueranteil mit 697 500 Euro, die Schlüsselzuweisungen mit 365 000 Euro oder etwa die Gewerbesteuer mit 300 000 Euro. Auf der Ausgabenseite sind es vor allem die Kreisumlage mit 527 700 Euro, die Zuschüsse an soziale Einrichtungen (406 350) und den Abwasser-Zweckverband Schwarzach (273 400) sowie die Personalkosten mit 233 000 Euro.

Dickster Brocken auf der Einnahmeseite des Etats sind neben den Zuschüssen für Investitionen (519 800 Euro) die Entnahme aus der Rücklage (400 000) und die Zuführung vom Verwaltungshaushalt (360 000 Euro). Dem gegenüber stehen Ausgaben für Tiefbauarbeiten (549 500 Euro) oder für den Hochbau in Höhe von 468 000 Euro.