Eine vorzeitige Bescherung erfuhren Markt Einersheims Bürgermeister Herbert Volkamer und sein Ratsgremium in der jüngsten Ratssitzung. Ihr Kollege und Ehrenbürger Nikolaus Knauf hatte der Gemeinde vor geraumer Zeit nicht nur das Anwesen Marktplatz 1 vermacht, sondern machte jetzt auch noch eine namhafte Spende. Das Gebäude in Sichtweite des Rathauses wird saniert und als Haus der Dorfkultur umgebaut. Nikolaus Knauf überraschte das Gremium mit einem Spendenscheck von 50 000 Euro für das Projekt und übergab einen symbolischen Scheck an Herbert Volkamer. Dem von Architekt Walter Böhm für das Projekt ausgearbeiteten Bauantrag stimmte die Ratsrunde zu.

Das Feuerwehrgerätehaus hat kürzlich ein neues Dach bekommen. Durch den Einsatz von Bauhofpersonal sowie einem Mitarbeiter der Firma Böhm konnten die Kosten in Grenzen gehalten werden. Inklusive der Arbeitsstunden, dem Material und der Entsorgung belief sich die Summe auf knapp 15 000 Euro. Auch den hinteren Giebel des Gebäudes strichen die Feuerwehrmitglieder neu.

Aus der Sitzung der Binnwerk'schen Stiftung informierte der Bürgermeister, dass die Kindergartenerweiterung um zwei Kinderkrippengruppen mit der Verlängerung eines Investitionsprogramms des Bundes mit einem hohen Zuschuss rechnen kann. Das Projekt mit Gesamtkosten von 878 000 Euro wird aus zwei staatlichen Fördertöpfen bezuschusst, der Gemeinde verbleibt ein Eigenanteil von 190 000 Euro. Diese Summe wird sich reduzieren, wenn der Zuschuss der evangelischen Kirchengemeinde fließt. Die Ratsrunde segnete den entsprechenden Bauantrag für das Projekt ab.

Grünanlagen sollen erneuert werden

In der Bahnhofstraße will die Gemeinde Grünanlagen erneuern, was Herbert Volkamer gerne über den Fördertopf des Amtes für ländliche Entwicklung zur Förderung von kleineren Projekten laufen lassen würde. Deswegen wird demnächst ein Fachmann mit der Ratsrunde die Planung besprechen.

"Es war heuer ein enormer Aufwand, der nur zu schultern war, weil 37 Bürger ehrenamtlich mitgearbeitet haben", kommentierte der Bürgermeister die Badesaison. Das Personal für die Kontrolle an Ein- und Ausgang sowie der Badeaufsicht wurden über 1100 ehrenamtliche Stunden geleistet. 9842 Personen hatten heuer an 65 Öffnungstagen den Weg ins Terrassenbad gefunden. Entsprechend der gesunkenen Besucherzahlen und gestiegenen Kosten in Folge der Corona-Vorschriften stieg das Jahresdefizit heuer auf 54 861 Euro. Unter dem Strich beläuft sich das Defizit aber nur auf rund 30 000 Euro weil 25 000 Euro auf das Bauhofpersonal entfielen, was intern verrechnet wird.

Die überörtlichen Rechnungsprüfungen für die Haushaltsjahre 2017 bis 2019 durch das Landratsamt ergab keine Beanstandungen. Auch wenn im Jahr 2019 ein Nachtragshaushalt notwendig wurde, sei die finanzielle Lage der Gemeinde geordnet und Markt Einersheim hat weiterhin keine Schulden.