Ein neues Schutzkonzept mit Maßnahmen zur Prävention und Intervention von sexualisierter Gewalt am Egbert-Gymnasium ist am Montag von Abt Michael Reepen und Schulleiter Markus Binzenhöferin Kraft gesetzt worden. Das vom Präventionsteam erstellte Papier enthält neben der 2013 eingeführten Präventionsordnung konkrete Begriffsbestimmungen und die seit Jahren etablierte Präventionsarbeit am EGM, heißt es in einer Mitteilung der Schule. Der Präventionsbeauftragte des Bistums Würzburg, Martin Pfriem, würdigte bei der Veranstaltung am Montag die Arbeit der Klosterschule, die "über die Handlungsanweisungen der Deutschen Bischofskonferenz hinausgeht".

Abt Michael hob die Veranstaltungen in den verschiedenen Jahrgangsstufen hervor, die ein Zeichen für die ausgezeichnete Arbeit zur sexuellen Bildung und Medienprävention seien. Auch verpflichtende Schulungen für neue Mitarbeiter sowie die von der Abtei eingeforderte Selbstverpflichtungserklärung zeigten, wie Kloster und Schule über die staatlichen Forderungen hinaus agieren. Besonders dankte er dem 2011 gegründeten Präventionsteam, das maßgeblich für diese Maßnahmen verantwortlich sei. Als Grundlage jeglichen Handelns zum Wohle und Schutz der anvertrauten Jugendlichen nannte der Abt die heilige Schrift, das christliche Menschenbild und die Regel des heiligen Benedikts.

Das neue Schutzkonzept hat die Würde des einzelnen Menschen und die Verantwortung für andere im Leitbild verankert. Zudem benennt es die Teilhabe von Schülern, Eltern und Lehrkräften als "Ausdruck eines christlich motivierten Umgangs miteinander". Als Ergänzung und Erweiterung zur bereits bestehenden Präventionsordnung beinhaltet es bereits seit Jahren etablierte Veranstaltungen und Präventionsmaßnahmen, benennt Ansprechpartner, definiert Begriffe und gibt einen Handlungsleitfaden vor. Oberstes Ziel ist dabei immer der Schutz der Schüler, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.