Drei Interessenten haben sich für die Trägerschaft des neuen Kindergartens in Geiselwind beworben. In der Sitzung des Gemeinderats nannte Bürgermeister Ernst Nickel die Bewerber, die sich auf die beschränkte Ausschreibung gemeldet hatten. Das sind das Diakonische Werk, die Johanniter sowie das Bayerische Rote Kreuz.

Zunächst hatte auch die evangelische Kirchengemeinde Rehweiler Interesse an der Trägerschaft bekundet. Nach Rücksprache mit der Landeskirche zog sie dieses jedoch wieder zurück, wie Nickel mitteilte. „Wir sind froh, dass wir drei Bewerber haben.“ Als nächstes wird die Verwaltung die eingereichten Unterlagen eruieren, um die Auswertung dann in den Gemeinderat zu bringen. Dazu ist eine Sondersitzung geplant, die voraussichtlich am Montag, 12. Oktober, stattfinden soll.

Katholische Kirchengemeinde hat weitere Trägerschaft abgelehnt

Die Gemeinde musste sich für den neuen Kindergarten auf die Suche nach einem  Träger machen, weil der Träger für den bestehenden Kindergarten St. Burkhard, die katholischen Kirchengemeinde, eine weitere Trägerschaft ablehnte.

Wie bereits berichtet, ist die Kommune beim Thema Kindergarten wegen akuten Bedarfs an Plätzen zum Handeln gezwungen. Die vorhandenen 75 Kindergarten- und 24 Krippenplätze im Hort St. Burkhard reichen bei weitem nicht aus. Kürzlich wurde von staatlicher Seite ein Bedarf von jeweils doppelt so vielen Plätzen errechnet.

Das neue Haus soll im Herbst 2022 fertig sein

Das Geiselwinder Ratsgremium hat bereits den Bau eines neuen Horts beschlossen, der auf einer Fläche unweit des bestehenden seinen Platz haben soll. Das neue Haus solle für drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen ausgelegt sein. Die Baukosten wurden zuletzt auf rund 2,6 Millionen Euro geschätzt. Als Termin für die Fertigstellung des Projekts wird der September 2022 angestrebt.

Um die aktuelle Raumnot zu überbrücken, wird eine erforderliche Notgruppe im Pfarrheim eingerichtet. Ob die Gruppe im Pfarrheim bereits am 1. Oktober oder doch erst zum November ihren Betrieb aufnimmt, vermochte Bürgermeister Nickel noch nicht zu sagen.  Das hänge davon ab, bis wann das bestellte Mobiliar eintreffe, sagte der Bürgermeister.