In den drei Ortsteilen der Gemeinde Biebelried werden drei Defibrillatoren angebracht. Wie sie zu bedienen sind, das zeigte Martin Grebing zu Beginn der Gemeinderatssitzung. Die Automatischen Externen Defibrillatoren (AED) kommen in der Gemeinde an die Rathäuser in Biebelried und Westheim sowie an das Feuerwehrhaus in Kaltensondheim. Dort können sie im Notfall geholt werden.

Martin Grebing von der Firma Schiller Medizintechnik, die die Geräte geliefert hat, erklärte den Mitgliedern des Gemeinderats bei der Sitzung im Feuerwehrhaus in Kaltensondheim die Handhabung und einige Grundregeln der Ersten Hilfe. Während es in anderen europäischen Ländern längst gesetzliche Regelungen gibt, wie viele Defibrillatoren in jeder Gemeinde oder Stadt vorhanden sein müssen, fehle in Deutschland hierfür noch die Grundlage.

Die Bedienung des Gerätes sei einfach, denn dieses leite den Helfer an, was genau zu tun sei. Auch müsse man als Helfer selbst keine Angst vor Stromschlägen haben. Wichtig sei, dass man regelmäßig seine Kenntnisse in Erster Hilfe auffrische. Bürgermeister Roland Hoh nahm diese Anregung auf und kündigte einen Kurs für den Gemeinderat an.

Dieser hatte sich anschließend mit einigen Bauangelegenheiten zu beschäftigen. Mit einer formlosen Bauvoranfrage wollte ein Bauwerber ausloten, ob es möglich ist, auf dem Grundstück Effeldorfer Straße 2 vier Doppelhäuser zu errichten. Bestehende landwirtschaftliche Gebäude sollen abgerissen werden. Da die vorliegende Planung aber teilweise in den Außenbereich hineinragt, gab es keine Zustimmung. Laut Mitteilung des Landratsamtes wäre hier eine Bauleitplanung notwendig.

Zustimmung gab es zum Bau einer Gartenhütte auf einem Grundstück in der Hauptstraße in Biebelried. Wegen der Nähe zum ehemaligen Johanniter-Castell ist eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis erforderlich.

Die bayerischen Wasserwirtschaftsämter suchen derzeit geeignete Flächen, um Grundwassermessstellen zu errichten. Eine davon kann auf der Gemarkung Westheim Richtung Biebelried entstehen.

Ein Bürger hat einen Radweg zwischen Theilheim und Biebelried beantragt. Auf Biebelrieder Seite wären Wege vorhanden. Bürgermeister Hoh wird darüber mit seinem Theilheimer Kollegen reden.

Hoh gab bekannt, dass über das Regionalbudget zwei Projekte gefördert werden. Beim Feuerwehrhaus kommt ein Kombispielgerät in Form eines Feuerwehrautos hin, zusätzlich Bank und Tische. An der Schule in Kaltensondheim wird ebenfalls ein Kombispielgerät aufgestellt. Bänke und Tische finden dort auch noch einen Platz.

Da Baum und Bank an der Lorenzquelle mutwillig zerstört worden sind, hat die Familie Schiller aus Lindelbach angeboten, dort einen Pflaumenbaum zu pflanzen. Eine Bank ist laut Hoh auch wieder da.

Dem Wunsch von Gemeinderätin Andrea Czech nach Photovoltaik-Anlagen auf Gemeindedächern entsprechend, lässt Bürgermeister Hoh die Rentabilität und die Stabilität der Dächer prüfen. Mögliche Standorte wären die Dächer der Feuerwehrhäuser, der Schule und des Bauhofs.