Immer wieder hatte Gemeinderätin Andrea Czech auf den Handlungsbedarf bei der Simultankirche in Kaltensondheim hingewiesen. Jetzt fand vor der Gemeinderatssitzung ein Ortstermin mit Fachleuten statt, bei der es um Lösungsmöglichkeiten für das Nässeproblem ging.

Woher kommt die Feuchtigkeit in den Mauern sowie im Innenbereich der Kirche? Diese Frage beschäftigt die Verantwortlichen seit langem. Architekt Thomas Geiger hatte dazu den Diplom-Ingenieur Dietmar Johannsen (GMP-Geotechnik Würzburg) hinzugezogen.

Es sei Wasser da, obwohl kein Wasser da sein dürfte, meinte Johannsen. Deshalb sollte der Untergrund untersucht werden, um mögliche Stauhorizonte zu finden. Thomas Geiger hielt eine Untersuchung durchaus für sinnvoll, um nicht in eine "völlig nutzlose Richtung zu sanieren". Sonst treibe man die Feuchtigkeit nur woanders hin.

Wie beim Ortstermin verlautete, sollen die Nässeschäden nach einer Außensanierung aufgetreten sein. Womöglich sei damals die Drainage beschädigt worden.

Der Gemeinderat hingegen sah mehrheitlich keine Notwendigkeit einer Baugrunduntersuchung. Manfred Kleinschrodt ist sich sicher, dass das Problem bei der Drainage liegt. Deshalb sollte erst einmal eine vernünftige Drainage außen herum gelegt werden. Diesem Vorhaben stimmte der Gemeinderat mehrheitlich zu. Der Architekt soll nun eine Kostenschätzung für eine Drainage abgeben.