Den Bürgerinnen und Bürgern sowie besonders der Dorfjugend im Iphöfer Stadtteil Mönchsondheim brennt die Frage nach einem Jugendraum besonders auf den Nägeln. Das wurde bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend im Kirchenburgmuseum besonders deutlich.

Bürgermeister Dieter Lenzer griff die Bürgerfrage gleich zu Beginn auf. Der Jugendraum soll als Containeranlage hinter dem Parkplatz des Kirchenburgmuseums aufgestellt werden, die Grundfläche sei bereits gekauft. Da sich der Standort im Außenbereich befinde, müsse der Flächennutzungsplan geändert und ein Bauantrag gestellt werden. Die Kosten bezifferte das Stadtoberhaupt mit 83 000 Euro, wobei sich die Jugend selbst mit einbringen und die Stadt einen Förderantrag beim Bayerischen Jugendring stellen wolle.

Der Bauausschuss hat dem Projekt bereits zugestimmt: fünf aneinander gereihte Container in einer Gesamtgröße von zwölf auf sechs Meter. Nach dem Bezugstermin gefragt erklärte er, dass zunächst die Baufrage zu klären sei und geeignete Container zur Verfügung stehen müssten. Eine besorgte Mutter erkundigte sich ergänzend nach einer Ausleuchtung des Weges, die, so Lenzer, gewährleistet werden soll. Der bisher genutzte Standort direkt am Bach ist nur ein Provisorium und soll nach dem Umzug bereinigt werden.

Hubschrauberlärm bis Ende Juli

Eine weitere Bürgerfrage zielte auf Hubschrauberlärm in den späten Abendstunden durch übende amerikanische Einheiten ab. Die Übungsflüge sind vom 3. Mai bis zum 30. Juli 2021 angemeldet. Das Landratsamt habe sich bereits über die Regierung von Mittelfranken an den US-Standort gewendet, da auch andere Stadtteile von Überflügen betroffen sind.

Wegen Hochwasserschäden an Schotterwegen entlang des Breitbaches sicherte Lenzer umgehende Beseitigung zu, bat aber um Verständnis, dass nicht alles gleichzeitig möglich sei. So sei auch die Instandsetzung des Hahns-Brunnens am Weg zur Nierenmühle nicht vergessen.

Zu den laufenden Arbeiten für die Museumsgaststätte und die Museumspädagogik gesellte sich eine Schadenslage an der Kellerdecke des historischen Rathauses, für die nun ein Sanierungskonzept erstellt wird. Beim Übergang der Kreisstraße zu den Museumseinrichtungen favorisieren die Bürger eine Bedarfsampel.

Im Stadtteil sind derzeit 156 Einwohner registriert, Tendenz fallend. Allerdings, so Lenzer, ist auch nur ein Bauplatz verfügbar. Das hat auch zur Folge, dass wegen der Beteiligung von weniger als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Urnenwahl bei der Bundestagswahl kein Wahllokal in Mönchsondheim eingerichtet wird und Wählerinnen und Wähler – Briefwählerinnen und -wähler ausgenommen - nach Possenheim fahren müssen.

Mehrkosten beim Ipfhöfer Pfarrhaus

Die Stadt Iphofen lässt derzeit die turnusmäßige Kamerabefahrung aller Kanäle durchführen. Ohne Hausanschlüsse kommen 69 000 Meter zusammen. Einschließlich Reinigungsarbeiten fallen dafür rund 300 000 Euro an.

Beim Hallenbad steht derzeit nur Handlungsbedarf fest. Ob sich der Stadtrat für eine Generalsanierung oder einen Neubau entscheidet, steht erst nach Vorlage einer Machbarkeitsstudie fest.

Offen ist auch, wie es mit dem Wohnhaus am Schwanberg – einen rund 100 Jahre alten Gutshof – weiter geht. Nachdem die Förderung einer Sanierung derzeit nicht möglich ist, sollen Dachdecker- und Spenglerarbeiten dem Verfall entgegenwirken.

Die Sanierungskosten für das Iphöfer Pfarrhaus wurden 2019 auf 508 000 Euro geschätzt, jetzt rechnet die Stadt mit Mehrkosten um 20 Prozent.