Man erfährt doch immer wieder was Neues. Oder hätten Sie gewusst, dass der Landkreis Kitzingen nicht nur der Wein-Landkreis, sondern auch der Sonnenblumen-Landkreis ist.

So was und noch mehr erfahren Sie zum Beispiel in dieser Ausgabe (-> Seite 40). Wenn Sie das gelesen haben, wissen Sie, dass 80 Prozent des gesamten unterfränkischen Sonnenblumenanbaus im Landkreis stattfindet und dass etwa die Hälfte der im Freistaat angebauten Pflanzen den Landkreis gelb leuchten lässt. Alles interessante Sachen, aber die seit Generationen umstrittene Kernfrage in Sachen Sonnenblumen bleibt leider unbeantwortet.

Drehen sich die Köpfe nun in Richtung Sonne oder drehen sie sich nicht? Jeder hat seine eigene Theorie. Jeder hat schon mal in einem einheitlich in Richtung Osten ausgerichteten Sonnenblumenspalier einen Kopf sehen, der genau in die andere Richtung schaute.

Um es nicht allzu spannend zu machen. Auch diese Sonnenblumenfrage ist natürlich längst geklärt. Schon vor Jahren kamen Experten zu der Erkenntnis: Sie drehen sich nach der Sonne und sie drehen sich auch nicht. Der Widerspruch lässt sich relativ leicht aufklären. Der Grad der Beweglichkeit hängt – wenig überraschend – vom Alter ab. In der Jugend lässt sich der Kopf leicht drehen. Mit zunehmendem Alter tut sich nicht nur die Sonnenblume schwerer damit. Aber, wem erzählt ich das.

Die Dienstags-Dischli, das sind mehr oder weniger tiefschürfende Gedanken der Expertenrunde an den Steh-Tischen (fränkisch: Dischli) in der Kitzinger Fußgängerzone. Zu lesen – selbstredend – immer dienstags in dieser Zeitung.