Förderprogramme, egal ob sie vom Bund oder vom Land aufgestellt werden, sind unerlässliche Helferlein der Gemeinden, um eigene Projekte zu unterstützen oder überhaupt erst machbar werden zu lassen. Das gilt auch für die Stadt Iphofen, die neben dem Kernort auch noch fünf Ortsteile mit förderwürdiger Bausubstanz zu unterhalten hat. Dumm nur, wenn die Förderprogramme auslaufen beziehungsweise Ortschaften nicht mehr hinein kommen, da sie „ausfinanziert“ sind. Auf diese Problematik, die für Dornheim, Hellmitzheim und Possenheim relevant wird, wies am Montagabend Iphofens Bürgermeister Josef Mend in der Sitzung des Stadtrats hin.

Die gute Nachricht: Alle kommunalen Förderprogramme seitens des Bundes bis 2014 sind bewilligt. Nur fallen besagte Ortschaften dann aus dem Topf heraus. Die Kommune müsse dann zusehen, inwieweit sie dann ab 2015 selbst Maßnahmen in den Dörfern fördert. Prüfen will Mend, ob man dann in das Programm des ländlichen Denkmalschutzes vom Freistaat Bayern kommen könne.

Zumindest gebe es eine bindende Gestaltungssatzung lediglich in Iphofen und in Mönchsondheim. In Nenzenheim haben Bürger die Möglichkeit, einen Zuschuss von 6000 Euro zu erhalten, wenn sie nach den Richtlinien des Programmes Baumaßnahmen angehen wollen.

Was Bürgermeister Mend ebenfalls ankündigte: Die Verwaltung müsse sich an die Erstellung eines sogenannten „Integralen städtebaulichen Entwicklungskonzepts“ (kurz ISEK) machen, das immer öfter von öffentlichen Entscheidungsträgern gefordert werde. Darin enthalten sein müssen Angaben zu bezuschussten Maßnahmen der Vergangenheit bis heute, inklusive Begründungen, wieso diese für förderfähig gehalten wurden und werden, was geschehen ist, warum etwas nicht erfolgt ist und was in Zukunft getan werden soll. In das ISEK werden eine Vielzahl an Gesichtspunkten einfließen, die nicht nur mit der Regierung von Unterfranken abgestimmt werden müssen, sondern auch in den Stadtrat kommen, wo diese diskutiert werden sollen.

Der Jahresantrag für die Städtebauförderung wurde im Anschluss einstimmig für die betroffenen Gemeinden beschlossen. In Iphofen umfasst diese in erster Linie das Dienstleistungszentrum sowie die Winzerscheune, in Birklingen die Sanierung der Ortsstraßen, in Dornheim das ehemalige Schulhaus, in Mönchsondheim die Kirchenburg. Abgeschlossen dagegen sind die kommunalen Förderprogramme für Hellmitzheim und Possenheim.