Die Mauer ist weg. Zumindest teilweise, denn bei der Sanierung des ehemaligen Tankstellengeländes entlang der Staatsstraße in Marktbreit konnten die alten Benzintanks nicht nach oben, sondern nur seitlich aus dem Erdreich entnommen werden. Und nun? Öffnet sich ein völlig neuer Blick von der Stadt aus auf den Main. Und das hat Folgen.

Denn der letzte zu sanierende Mainuferabschnitt in Marktbreit, vom Alten Kranen bis zum Bootshafen bietet durch den Mauerfall neue Perspektiven, wie Planer Stefan Schlicht beim Ortstermin des Stadtrats am Montagabend erläuterte. "Das hier ist das Sahnestück", so Schlicht, "die letzte Chance, den Main von der Stadt aus erlebbar zu machen."

Blick auf den Fluß

Appelle an die Räte, die fruchteten. Den bislang war eine eher konservative Ufergestaltung vorgesehen: Parkplätze und eine Straße zum Bootshafen sollten das Gelände prägen. Schon im alten Stadtrat hatte allerdings ein Umdenken eingesetzt. Weniger Platz für Autos, mehr für Menschen, war damals die Devise gewesen, große Stufen sollten die Mauer ersetzen, Sitzgelegenheiten einen Blick auf den Fluss ermöglichen. Diese ersten Gedanken, die Stadt hinunter an den Main zu öffnen wurden zwar andiskutiert, ein konkreter Planungsauftrag folgte aber damals nicht.

Den wollte sich nun Bürgermeister Harald Kopp und der Architekt ganz offiziell einholten. Unterstützung hatten sie vor einigen Wochen vom Landkreis und der Regierung von Unterfranken erhalten: Aus beiden Behörden gab es grünes Licht für eine solche Uferumgestaltung und wohl auch ein Ja für mehr Zuschüsse. Und die Zeit drängt, denn nach dem Ende der nun angelaufenen Sanierung des Tankstellenuntergrunds sollte die Fortsetzung der Mainufergestaltung zügig folgen.

Nicht ganz ohne Autos

So ganz ohne Autos wird es aber denn doch nicht abgehen. Einige Räte forderten zumindest zehn bis 15 Parkplätze, die nicht nur für Besucher, sondern auch für Anwohner der Stadt nötig seien. Nun liegt es am Planungsbüro den Spagat zu schaffen: Eine hohe Aufenthaltsqualität am Mainufer und trotzdem Raum für Fahrzeuge zu kombinieren.

Die traditionellen Veranstaltungen zum Volkstrauertag am 15. November entfallen, sowohl in Marktbreit selbst als auch in Gnodstadt und für den Landkreis auf der Kappel, wie Bürgermeister Harald Kopp bekannt gab.

Gute Nachrichten von der Kassenärztlichen Vereinigung: In Marktbreit wird ein Kinderarzt genehmigt. Die Stadt wird sich um entsprechende Bewerber bemühen.

Die vom Stadtrat in der Oktobersitzung erlassene Verordnung über das freie Umherlaufen von Hunden ist so nicht haltbar. Laut geltender Gesetze kann nur das "freie Umherlaufen von großen Hunden und Kampfhunden" eingeschränkt und nicht auf "alle Hunde" erweitert werden. Zudem kann die Höhe der Geldbuße nicht in der Verordnung festgesetzt werden, da diese im Ordnungswidrigkeiten-Gesetz geregelt ist. Die Verordnung wurde entsprechend geändert und um einen Plan ergänzt.