Für den Kindergarten "Spielwiese" in Martinsheim soll es einen Anbau geben, das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend. In der Turnhalle der Grundschule stellte Florian Baier vom Architekturbüro Baier ein Plankonzept vor, für das nun die Verwaltungsgemeinschaft Förderungen beantragen soll. Außerdem müssen die Details nun von Fachplanern ausgearbeitet werden.

Insgesamt schätzt das Architekturbüro die Kosten für den Anbau auf rund 1,3 Millionen Euro. Die Gemeinde hofft dafür Zuschüsse vom bayerischen Staat zu erhalten. Der Kindergarten soll um eine Gruppe und eine Küche erweitert werden. Dabei soll der Anbau im Osten neben dem bestehenden Gebäude entstehen und durch ein Verbindungsstück angeschlossen werden. Dadurch soll der Kindergartenbetrieb kaum beeinträchtigt werden, da weitestgehend in einem separaten Bereich gebaut wird.

Holzbauweise teurer, aber schneller

Es soll geprüft werden, ob der Anbau in Holzbauweise durchgeführt werden kann. Dies wäre zwar voraussichtlich teurer, ließe sich aber schneller durchführen, wodurch der Bau rechtzeitig fertig werden könnte, um eine zusätzliche Förderung zu erhalten. Weil noch viele Details zu klären sind, will der Gemeinderat in der nächsten Sitzung einen Planungsausschuss einsetzen, der kurzfristiger zusammenkommen und Entscheidungen treffen kann. Momentan ist geplant, die Hort-Betreuung (Schulkinder) weiter in der Grundschule durchzuführen.

Bürgermeister Rainer Ott informierte, dass derzeit trotz der Schließung immer rund 15 bis 20 Kinder in der Notbetreuung sind. Er sieht auch wegen der neuen Baugebiete einen dringenden Bedarf für die Erweiterung. Im Februar soll mit den Erschließungsarbeiten in Martinsheim fortgefahren werden und dann sollen auch bald die Arbeiten in Enheim beginnen, erklärte Ott.

Abgebranntes Haus wird wieder errichtet

Zugestimmt wurde außerdem der Errichtung einer Carportanlage und einer Überdachung an einem bestehenden Wohnhaus in Enheim. Die notwendigen Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "An der Gnodstadter Straße II" wurden erteilt. Ebenso genehmigt wurde der Neubau einer Lagerhalle in Unterickelsheim. Auch über den Bauantrag für die Wiedererrichtung eines Wohnhauses in Gnötzheim, das im Herbst 2020 abgebrannt war, wurde positiv entschieden.

Außerdem erlässt die Gemeinde eine Satzung über abweichende Maße der Abstandsflächentiefe. Dies wurde durch eine Novelle der Bayerischen Bauordnung nötig, welche am 1. Februar in Kraft tritt. Diese verkürzt die Abstandsflächentiefe von 1,0 H auf 0,4 H, wobei H für die Wandhöhe des Gebäudes steht. Durch die Satzung bleibt es bei 1 H und Abweichungen müssen weiterhin beantragt werden, so dass die Entscheidung bei der Gemeinde bleibt.

Für die Nutzung eines Feldweges bei Gnötzheim zur Errichtung einer Photovoltaikanlage in der Gemarkung Herrnberchtheim soll ein Gestattungsvertrag erstellt werden, wozu der Bürgermeister ermächtigt wurde.

Die nächste Sitzung des Gemeinderates ist voraussichtlich am Montag, 15. Februar.