Alle waren begeistert: Beim Ortstermin des Schwarzacher Gemeinderats am Dienstag in der Grundschule Schwarzacher Becken waren sich die Ratsmitglieder, die Schulleitung und die Mitarbeiterinnen der Mittagsbetreuung einig: Diese Schule wird ein Schmuckstück. 9,4 Millionen Euro verschlingt deren Generalsanierung. Nach Abzug der öffentlichen Fördergelder von 4,4 Millionen Euro muss die Gemeinde etwa fünf Millionen Euro selbst schultern.

Große Räume, großzügige Aufenthaltsbereiche und riesige Fensterflächen lassen schon jetzt erkennen, dass sich die Kinder und das Lehrerteam in der neuen alten Schule wohl fühlen werden. Der Umzug von den gemieteten Unterrichtscontainern, in denen die Mädchen und Jungen während der 18-monatigen Bauzeit Lesen und Schreiben lernten, ist in den Sommerferien geplant. Sollte es Verzögerungen bei den Sanierungsarbeiten geben, dann verschiebt sich der Einzug in das neue Zuhause auf die Herbstferien.

Acht Klassen mit über 150 Schülerinnen und Schülern werden dann in der Grundschule unterrichtet. "Wir freuen uns total", sagten Schulleiterin Charlotte Erk und ihre Stellvertreterin Marion Michel-Sauer auf der Baustelle. Vor allem die hellen Räume, durch die Planer Herbert Osel von HJP-Architekten in Würzburg führte, haben es den Rektorinnen angetan. Massen von Datenkabeln an den Decken der Räume machen deutlich, dass die neue Grundschule fit für eine moderne Zukunft gemacht wird.

Positiv sieht Norbert Filbig die Kostenentwicklung: "Wir haben rechtzeitig mit der Planung begonnen, so dass die geschätzten Kosten nur geringfügig überschritten werden", erklärte der Verwaltungschef. Das Einhalten von prognostizierten Bausummen ist in Zeiten von Corona und dem Krieg in der Ukraine aktuell kein Selbstläufer. Filbig rechnet mit "nur" einer niedrigen fünfstelligen Summe, die am Ende über den Schätzkosten liegt. "Wenn wir heute mit den Planungen beginnen würden, käme die Sanierung einige Millionen Euro teurer." "Alles richtig gemacht", zeigte sich auch Ratsmitglied Ralf Henninger sichtlich zufrieden mit der Situation und den Entscheidungen im Gemeinderat. Die Arbeiten an den Außenanlagen sollen in etwa drei Wochen beginnen.

Abtei Münsterschwarzach darf Biogasanlage vergrößern

Zugestimmt hat das Gremium einem Bauantrag der Abtei Münsterschwarzach, die das Volumen ihrer Biogasanlage vergrößern will. Zu diesem Zweck wird die Gasspeicher-Kuppel ausgetauscht.

In der Gemarkung Gerlachshausen wird ein Gebiet für die Installation von Freiflächen-Photovoltaikanlagen ausgewiesen. Für die gut sechs Hektar große Fläche, die aktuell im Flächennutzungsplan als Bereich für die Landwirtschaft ausgewiesen ist, hat der Gemeinderat den Bebauungsplan "Agrarphotovoltaikanlage Gerlachshausen" aufgestellt. Im Flächennutzungsplan wird der Bereich als Sondergebiet eingetragen.

Mit knapp 12.000 Euro beteiligt sich die Gemeinde an den Planungsleistungen für die Aufwertung des Brückendammes und die Umgestaltung des Platzes am Kriegerdenkmal im Rahmen der anstehenden Schwarzenauer Dorferneuerung.

Einhellig befürwortet hat das Gremium die Ergebnisse von Wahlen bei den Floriansjüngern. Die Feuerwehr Stadtschwarzach leiten Kommandant David Möslein und sein Stellvertreter Christoph Dülch, die Feuerwehr Schwarzenau Kommandant Lukas Peiffer und Stellvertreter Benjamin Blaß.