Beim zweiten Anlauf wurde für den Antrag der Pächter des Koboldsees für die Hütte oder ein eventuelles Carport eine einvernehmliche Lösung gefunden. In der Sitzung des Gemeinderates Wiesenbronn am Mittwoch waren sich die Mitglieder einig, dass erst einige Pappelbäume gefällt werden müssen und dann eine Entscheidung gefällt wird, ob die Hütte stehen bleiben kann.

Dies ist auch im Sinne der Pächterfamilien Weinmann und Link aus Kleinlangheim, die nach einem positiven Entscheid für die Hütte ein neues Dach errichten wollen und auf den Bau eines Carports verzichten. In der Ratssitzung im Juli war der Antrag der Pächter schon behandelt worden. Der Rat wollte aber den Grund für die Sanierung der Hütte oder das Car-Port als Ersatz wissen. Im Antwortschreiben der Pächter wurde deutlich, dass der Schutz gegen Regen Vorrang habe.

Die Pappeln im Umfeld der Hütte seien in die Jahre gekommen, so die Pächter in der Sitzung. Durch herabfallende Äste habe es immer wieder Schäden gegeben. Wegen der Äste habe sie Kontakt mit Förster Max Bartholl Kontakt aufgenommen, der die Fällung zweiter Bäume vorgeschlagen habe, sagte Bürgermeister Doris Paul.

„Wenn bei dieser Aktion keine größeren Schäden entstehen, kann die Hütte stehen bleiben“. Die Haltung der Bürgermeisterin war auch die des Rates. Dies sei auch im Sinne der Gestaltung des am See vorbeiführenden Wanderwegs, meinte Reinhard Hüßner: „Da passt ein Car-Port nicht hin“.

Die weiteren Themen im Rat:

• Einig war sich der Rat auch, dass Aussagen zu Grundstückssachen schriftlich per Post vorgetragen werden müssen. „Das Schreiben geht dann entweder an mich oder an die VG-Geschäftsstelle in Großlangheim. Falls zwei am gleichen Tag eintreffen, entscheidet das Los“, lautete der Hinweis der Bürgermeisterin. In diesem Sinne werden auch Reservierungen für Bauland im Neubaugebiet Geisberg III geregelt.

Zum Quadratmeterpreis konnten noch keine Angaben gemacht werden: „Er liegt aber auf jeden Fall höher als beim bisherigen Bauland“, sagte Paul. Damit keine Blockade von Baugrundstücken entsteht, wird es nach dem einhelligen Willen des Rates die Regelung geben, dass bei einer zweiten Bewerbung für ein Grundstück der Erstbewerber seine Bauabsicht erklären muss. Auch im Falle des Neubaugebiets wird es einen Losentscheid geben, falls für ein Grundstück zwei Reservierungen am gleichen Tag eintreffen, so die Passage im einstimmigen Beschluss.

• Angekündigt wurde für den Herbst eine Aufklärungsversammlung zum Thema „Kernwege“, da es erste Pläne zu diesem Netz auch in Verbindung mit den Nachbargemeinden gibt. Das Konzept, bei dem einer der Schwerpunkte auf der großräumigen Umfahrung der Ortschaften liegt, wird in Absprache mit dem Amt für ländliche Entwicklung und dem Amt für Landwirtschaft erarbeitet, „denn es gibt bis zu 85 Prozent Zuschuss“, gab die Bürgermeisterin bekannt.

• Aus der Sitzung des Schulverbands Kleinlangheim wurde berichtet, dass die Umlage pro Schüler 1657 Euro beträgt. Wiesenbronn muss den dadurch fälligen Betrag für 38 Schüler bezahlen. Zum Vergleich nannte die Bürgermeisterin Zahlen aus anderen Schulverbänden: Kürnach 897 Euro, Willanzheim 1895 Euro, Hellmitzheimer Bucht 2179 Euro und Iphofen 2733 Euro. In Sachen Sportförderung gibt es von der Gemeinde für den Sportverein den gleichen Übungsleiterzuschuss in Höhe von 550 Euro wie vom Landratsamt. So auch in den kommenden Jahren, wie der einstimmige Beschluss lautete.

• Die Bürgermeisterin schlug als Eingrenzung des Häckselplatzes als Zwischenlösung die Installation von Bauzaunteilen vor, was etwa 2500 Euro kosten würde. Zudem sollte zur Befestigung des Geländes eine weitere Schotterschicht aufgetragen werden. Bei einer Gegenstimme schloss sich der Rat diesen Vorschlägen an, „da wir dadurch auch geregelte Öffnungszeiten und eine Kontrolle bekommen“, wie es Reinhard Fröhlich formulierte.

• Reinhard Hüßner regte an, im Zuge des Konzepts der Dorfschätzegemeinden für Regenrückhaltebecken auch über Möglichkeiten nachzudenken, Wasser für die Weinberge zu sammeln. „Diese Idee werden wir weitergeben“, sagte die Bürgermeisterin zu.