Kleiner Test: Hat jemand die aktuellen Corona-Regeln parat? Man kommt ja kaum noch hinterher, wer wann wie wo was lockert. Ändert sich alles minütlich. Weshalb es viel Verwirrung und noch mehr Geschichten gibt, die so nur das Corona-Leben schreiben kann. Beispielsweise diese: Da plant der TSV Mainbernheim für den Spätsommer einen Auftritt von Kabarettisten und Stimmen-Imitator Wolfgang Krebs in der örtlichen Mehrzweckhalle. Dann kommt Corona und schweren Herzens die Absage.

Kabarett-Sommer in Volkach

Jetzt tritt Wolfgang Krebs allerdings doch im Landkreis auf - in Volkach. Möglich macht es der am Samstag beginnende und mal eben aus dem Boden gestampften Kabarett-Sommer. Für den TSV gibt es immerhin einen Trost: Der Mann, der gleichzeitig Söder und Stoiber sein kann, kommt jetzt ein Jahr später nach Mainbernheim. Um genau zu sein: am 18. September 2021.

Mit dem Durcheinanderwirbeln haben natürlich auch die Volkacher bei ihrem Kabarett-Sommer zu kämpfen. Aktuell sind bescheidene 200 Zuschauer im Freien auf dem Weinfestplatz erlaubt. Ändern könnte sich das aber schon nächste Woche: Am Dienstag wird das bayerische Kabinett wohl beschließen, dass 400 Leute zu Freiluft-Veranstaltungen kommen dürfen. Man kann also Wetten abschließen, ob die Abschlussveranstaltung der Kabarett-Wochen nicht vielleicht vor 600 Zuschauern stattfindet. Oder 800? Oder alles egal ist? 

Wolfgang Krebs: Einer für alle

Deshalb an dieser Stelle zwischendurch mal ein "Daumen hoch" für alle, die hier planen, alles über den Haufen werfen, neu planen und dann noch einmal von vorne anfangen können. Zu klären wäre auch, ob Wolfgang Krebs als eine Person gilt oder zusammen mit Söder, Aiwanger, Stoiber und  Beckstein vielleicht doch fünf Plätze mit entsprechendem Abstand und den bis dahin geltenden Hygiene-Vorschriften benötigt.

Seit Mittwoch ist nunmehr auch wieder "Kontaktsport" erlaubt. Deshalb dürfen auch wieder die Nicht-Profi-Fußballer trainieren. Wie sehr das herbeigesehnt wurde, zeigte sich sofort am Fußballplatz an der Florian-Geyer-Halle in Kitzingen. Obwohl es ohne Ende regnete, sah man vergnügte Kinder mit ihrem Trainer fröhlich kicken.

Regenfeste Chöre

Regenfest müssen derweil auch die Freunde der gepflegten Musik sein. So weit wir das verstehen, dürfen ja auch wieder Chorproben stattfinden – allerdings wohl im Freien und mit Mundschutz. Nicht ganz einfach, sich das vorzustellen. Endlich wieder singen dürfen und irgendwie doch wieder im Regen stehen. Aber man kann wohl trotzdem davon ausgehen, dass nicht nur für die Chöre im Landkreis der Himmel endlich wieder voller Geigen hängt.