Lachen ist gut für die Gesundheit. So gesehen liegt eine rundum gesunde Woche hinter uns – war doch am Mittwoch der "Internationale Tag des Witzes". Und weil gerade die Lachyoga-Kurse nicht stattfinden können und auch sonst alles nicht ganz so spaßig ist, kommt hier zur Erbauung unser aktueller Flach- und Lieblingswitz. Ein Vampir ist auf dem Fahrrad zwischen Repperndorf und Kitzingen unterwegs und gerät in eine Polizeikontrolle.

Nein, das war nicht der Witz. Es geht noch weiter: "Haben Sie was getrunken?", wollen die Polizisten wissen. "Nicht der Rede wert", sagt der Vampir, "lediglich zwei Radler!"

Am Ende steht eine Ad-hoc-Entscheidung

Um das Niveau umgehend zu heben, kümmern wir uns um die Hoch-Kultur. Wobei das in Kitzingen gerade ein schlechtes Thema ist. Das Stadtmuseum war – um sich neu zu erfinden – lange Zeit geschlossen. Um am Ende der Neufindung ganz dicht zu machen. Verstehen muss man das alles nicht, entsprechend groß ist gerade die Empörung. Zumal das Thema immer auf kleiner Flamme im Rathaus-Hinterzimmer köchelte. Weshalb der Bürger nie eine Chance hatte, zu erfahren, was los ist und wo genau die Probleme liegen. Und so kam am Ende eine Ad-hoc-Entscheidung heraus, über die viele nur den Kopf schütteln können. Versehen mit einem leisen Zischen, das wie "typisch Kitzingen" klingt.

Wie es deutlich besser laufen kann, zeigt Iphofen. Dort gibt es das Knauf-Museum mit einem klaren Konzept und – zugegebenermaßen – auch einem Namens- und Geldgeber. Derzeit lohnt es, sich von seinen Füßen ins Knauf-Museum tragen zu lassen. Zumindest wer gerne in Schuhen schwelgt, ist in der Sonderausstellung  "SCHUHstories" gut aufgehoben.

Schuhe begleiten uns ein Leben lang

Schuhe sind immerhin eines der ältesten Kleidungsstücke der Menschheit – abgesehen von Unterhosen. Kaum ein Märchen ist ohne Schuhe denkbar: Von Aschenputtel über den Gestiefelten Kater bis zu den zertanzten Schuhen. Und dann ist da ja noch der Nikolaustag, der unsere Schuhe mit Süßigkeiten füllt. Auch später im Leben bleiben die Schuhe im Mittelpunkt: Einige von uns werden Pantoffelhelden. Andere kommen nicht aus ihren Kinderschuhen heraus. Und jeder will fit wie ein Turnschuh sein.

Vielleicht sollte sich Kitzingen ein Beispiel daran nehmen und auch ein paar Schuhe ans Stadtmuseum stellen. Das würde zwar nicht klären, wer genau den Museums-Schlamassel zu verantworten hat. Immerhin aber wäre klar, wohin man die Schuld fortan schieben kann.