Das war knapp: Um ein Haar wäre die Willanzheimer Ratssitzung am Montag geplatzt. Es reichte mit sieben anwesenden Frauen und Männern am Ratstisch gerade so, um die Beschlussfähigkeit zu erreichen. "Das hatten wir so auch noch nicht", bekannte Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert, die in Vollbesetzung normal ein 13er-Gremium leitet.

Die Themen am Ratstisch waren:

Zur Situation für das Kindergartenjahr 2022/23 informierte die Bürgermeisterin, dass in Hüttenheim zusätzlich zum neu gebauten Kindergarten auch im alten Kindergarten noch übergangsweise eine Gruppe betreut wird, um die aktuelle hohen Kinderzahlen händeln zu können. Auch in Willanzheim ist der Kindergarten voll belegt und jetzt im Sommer laufen noch Arbeiten für den Bau einer Räumlichkeit für eine Naturgruppe am Rennerberg. Ab dem Kindergartenjahr 2023/24 werde sich die Lage dann entspannen, wenn relativ viele Kinder die Kindergärten Richtung Grundschule verlassen.

Bedarf für Friedwiesen soll abgefragt werden

Ingrid Reifenscheid-Eckert informierte, dass im Willanzheimer Friedhof zwei Nadelbäume im Eingangsbereich so geschädigt sind, dass sie gefällt werden müssen. Deswegen gelte es jetzt zu überlegen, den Eingangsbereich umzugestalten. Dazu wird sich die Ratsrunde demnächst zu einem Ortstermin treffen und dann auch in Markt Herrnsheim die eingestürzte Friedhofsmauer betrachten, wo Handlungsbedarf besteht. Ingrid Reifenscheid-Eckert will bei kommenden Bürgerversammlungen auch den Bedarf für Friedwiesen abfragen, dann müssten Interessentinnen und Interessenten nicht auswärts in den Friedwald auf den Schwanberg gehen.

Die Ratsrunde beschloss, dass künftig die Kirchtürme nachts nur noch bis 22 Uhr angestrahlt werden, statt bislang bis 0.30 Uhr. Damit werden die nächtliche Lichtverschmutzung und auch der Energieverbrauch reduziert.

Die Gemeinde will die Fassadensanierung des Lehrerwohnhauses in Willanzheim angehen, nur ist zu bezweifeln, ob die Gemeinde dafür heuer noch eine Handwerksfirma bekommt. "Wir wollen beide Sachen vorbereiten", kommentierte Ingrid Reifenscheid-Eckert die ebenfalls ins Auge gefassten Dachsanierungen am Feuerwehrgerätehaus und am Rathaus in Willanzheim. Dazu wird es auch nötig sein, einen Architekten zu beauftragen.

Gleich drei Wasserrohrbrüche im Mai

Die Gemeinde war im Mai von gleich drei Wasserrohrbrüchen in Willanzheim selbst betroffen, alle Schadstellen befanden sich an Schiebern. Die Arbeiter der Gemeinde und einer Baufirma mussten deswegen zweimal an Feiertagen arbeiten und Anliegerinnen die temporäre Wasserabstellung hinnehmen.

Die evangelische Kirchengemeinde in Hüttenheim legte jetzt die Schlussrechnung für die Kirchensanierung vor. Das Projekt kostete rund 680.000 Euro, wovon die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent bewilligte.

Das beauftragte Fachbüro Dr. Först hatte das kombinierte Markterkundungsverfahren für den Gigabit-Ausbau auf den Weg gebracht. Jetzt sind zwei Angebote eingegangen, die zu prüfen sind bis die Entscheidung getroffen wird, ob in Willanzheim und den Ortsteilen Glasfaserkabel für noch schnelleres Internet verlegt werden.

Im Umfeld des Hüttenheimer Rathauses stehen die ehemaligen Verkaufsräume einer Bäckerei leer. Künftig darf der Weinbauverein dort sein Vereinsinventar lagern.