Es geht weiter voran, was die Dorferneuerung in Rüdenhausen betrifft. Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt liegen trotz einiger zusätzlich anfallenden Arbeiten im dem von der Behörde bewilligten Rahmen von rund 1,8 Millionen Euro, teilte Bürgermeister Gerhard Ackermann in der Ratssitzung mit. Darin beinhaltet sind die Verbesserungen in der Jahn-, Markt-, und Paul-Gerhardt-Straße sowie zum Teil in der Lerchenstraße.

Dieser Tage wird das Teilstück vom Rathaus in Richtung des Schlosses asphaltiert und wohl auch demnächst wieder für den Verkehr frei gegeben. Die Baustellen verschwinden zwar noch nicht ganz, jedoch lässt sich immer mehr erkennen, wie der Ortskern aufgewertet wird.

In der Ratssitzung informierte Bürgermeister Ackermann von Schwierigkeiten, die eine Drainage verursachte. So habe man im Bereich der Kreuzung Marktstraße/Paul-Gerhardt-Straße einen Kanalschacht, der im Entwässerungsplan nicht eingezeichnet sei. Bei starken Regen trete dort Wasser aus, so Ackermann. Das komme aus einer Drainage, die dort verläuft. Eine Befahrung des Rohres mit der Kamera blieb erfolglos, weil die Leitung verstopft war.

Erhebliche Schäden

Das Spülen mit Hochdruck half erst weiter, als man es vom Schacht an der ehemaligen Post aus versuchte. Etwa drei Kubikmeter Sand, Steine und sogar Teile des Kunststoffrohres seien zum Vorschein gekommen, schilderte der Bürgermeister. Eine Kamera stellte dann erhebliche Schäden fest, die exakte Stelle ließ sich jedoch nicht festlegen. Der Bereich werde im Zuge der noch laufenden Arbeiten aufgegraben, um die Probleme zu beheben, so der Bürgermeister. Die derzeit dort tätige Baufirma wird dazu ein Angebot erstellen.

Außerdem informierte Bürgermeister Ackermann, dass die Sanierung der Bachstraße, sowie eines Teiles der Schlossstraße mit 266 139 Euro um 36 000 teurer wurde, als im Vorfeld berechnet. Grund seien die höheren Kosten für die Entsorgung des Materials und die Ergänzung der Ortsbeleuchtung. kam. Die gesamten Kosten trägt der Markt Rüdenhausen.

In der Sitzung nutzte ein als Zuhörer anwesender Bürger später die Möglichkeit, seine Sorgen und Ideen in Bezug auf Parkplätze in den Hauptstraßen im Ortskern vorzutragen. Diese Plätze würden immer weniger, was den Anwohnern nicht gefalle. Auf Gehwegen zu parken, sei verboten, weitere Flächen fallen künftig weg, weil an möglichen Stellen Blumenbeete gepflanzt würden.

Parkplatz am Ortsrand

Zudem monierte der Zuhörer, dass öffentliche Flächen, wie etwa der Kirchplatz, von manchem gleich mit mehreren Fahrzeugen belegt würden. Er schlug vor, einen öffentlichen Parkplatz sowie auch Stellplätze für Wohnmobile am Ortsrand zu schaffen. Dafür käme etwa der Hartplatz am TSV-Gelände in Frage.

Bürgermeister Ackermann verwies darauf, dass man sich im Zuge der Dorferneuerung Gedanken über Parkplätze im Ort gemacht habe. Viele Anwohner könnten ihre Autos auch im Hof oder auf ihrem Grundstück abstellen, das würde manches Problem lösen, hielt er dagegen. Eine öffentliche Parkfläche könne er sich eventuell am ehemaligen Bauhof vorstellen. Dazu bestünden noch keine konkreten Überlegungen.