Schon lange rauschen die Fahrzeuge auf der Umgehungsstraße an Biebelried vorbei. Die ehemalige Bundesstraße 8 blieb aber erst einmal in ihrer vollen Breite erhalten. Dank der Dorferneuerung konnte nun die Würzburger Straße, wie die Straße innerorts bezeichnet wird, neugestaltet werden. Noch vor Weihnachten wird alles fertig sein.

In Biebelried wurden laut Reiner Väth (Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft) vom Amt für ländliche Entwicklung über die Dorferneuerung schon mehrerer Maßnahmen abgeschlossen. Als Beispiele nannte Väth bei einem Ortstermin den Dorfweiher oder den Kirchplatz.

Nach vielen Jahren der Planung und Abstimmung zwischen Anliegern, Gemeinde und Teilnehmergemeinschaft konnte im Frühjahr vergangenen Jahres mit dem Hauptprojekt Würzburger Straße begonnen werden. Sechs Meter breit wird sie laut Architekt Norbert Stieber künftig sein, an den beiden Bushaltestellen 5,50 Meter. Die dritte Haltestelle entsteht beim Buswendekreis am Eingang der Siedlung.

Bei der Würzburger Straße wurden befestigte Flächen entsiegelt, Grünflächen sind am Entstehen. Die endgültige Bepflanzung, auch mit 49 Bäumen, kommt dann im Herbst. Jetzt wird es eine Zwischensaat geben, damit kein Unkraut wuchern kann. Väth, Stieber und Bürgermeister Roland Hoh erhoffen sich eine gestalterische Aufwertung der Straße mit ihren Randbereichen.

Was wird das Abschlussprojekt?

Die Tiefbaumaßnahmen in der Straße sind bereits abgeschlossen. Nach der Winterpause sind die Arbeiten wieder voll angelaufen. Die große Kreuzigungsgruppe "Drei Marter" an der Einmündung der Effeldorfer Straße ist abgebaut und wird restauriert. Sie soll wieder als markanter Abschluss der Würzburger Straße in Richtung Würzburg aufgestellt werden.

Apropos Abschluss: Nachgedacht wird schon intensiv über das Abschlussprojekt für die Dorferneuerung. Hier soll etwas auf dem Platz bei der Einmündung der Hauptstraße entstehen, auf dem derzeit neben der großen Platane noch das alte Bushäuschen steht. Das wird abgerissen. Die Gedanken drehen sich derzeit um den Namen Biebelried, der auf Ried zurückzuführen ist. Deswegen möchte man etwas Symbolisches mit einer Feuchtfläche und Gras gestalten, schließlich waren in der Nähe einst Weiher.

Auf 1,9 Millionen Euro sind die Baukosten veranschlagt. Inklusive der Tiefbauarbeiten summiert es sich auf rund 2,5 Millionen Euro. 53 Prozent gibt es laut Väth als Förderung. "Zu wenig", meint Roland Hoh. Doch Väth winkt ab, weil es nicht mehr geben wird.