Im Frühling beginnen die heimischen Amphibien ihre Wanderung aus den Überwinterungsquartieren zu den Laichplätzen. Dabei müssen sie häufig auch Straßen überqueren und werden nicht selten überfahren. Das Landratsamt Kitzingen bittet daher in einem Presseschreiben alle Autofahrer in diesen Tagen um rücksichtsvolles Verhalten.

Wie es aus der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts heißt, müssen Autofahrer grundsätzlich überall im Bereich von Tümpeln, Teichen und anderen Gewässern mit Amphibienwanderungen rechnen. Insbesondere bei wärmerem und regnerischem Wetter, ab Beginn der Dämmerung und nachts. Die Zahl der Tiere, die bei ihrer Wanderung Straßen überqueren, kann zwischen wenigen Dutzenden und einigen hundert schwanken. Bei diesen Amphibien handelt es sich um Frösche, Kröten, Molche und Salamander.

Die von den Amphibien stark frequentierten Straßen können auch für den Autofahrer gefährlich sein, betonen die Mitarbeiter aus der Unteren Naturschutzbehörde. An den wichtigsten Übergängen werden deshalb auch in diesem Jahr wieder Amphibienzäune mit so genannten "Krötenschildern" aufgestellt.

Viele Amphibien an der Straße zwischen Rimbach und Krautheim 

Untersuchungen hätten ergeben, dass die Kreisstraße KT 37 zwischen Rimbach und Krautheim ein stark frequentierter Amphibienübergang ist. Deshalb werde die Strecke auch in diesem Jahr mit einer Schranke gesperrt. Die Sperrung erfolge, sobald die ersten Kröten wandern (ab circa 5 Grad in der Nacht) und zwar bis längstens 30. April, jeweils zwischen 19 und 6 Uhr. Eine Umleitung führt über die KT 39 und SW 43 nach Lülsfeld – SW 44 nach Frankenwinheim – Staatsstraße 2274 nach Krautheim und umgekehrt. Auch die Wirtschaftswege, die in diesen Teil der KT 37 einmünden, werden gesperrt. 

Wie es aus der Unteren Naturschutzbehörde weiter heißt, haben sich auch in diesem Jahr viele freiwillige Helfer bereit erklärt, die Tiere, die entlang der Zäune in die eingegrabenen Eimer fallen, aufzusammeln, über die Straße zu tragen oder in Laichgewässern auszusetzen. Da diese Arbeit meist in die Morgen- und Abendstunden fällt, hat das Landratsamt wieder eine Geschwindigkeitsbeschränkung zum Schutz veranlasst. 

Weitere Informationen gibt es bei der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Kitzingen, Tel.: (09321) 928-6210 bis -6216, E-Mail: naturschutz@kitzingen.de