Die Fußgängerampel an der Kreuzung im Ortskern unweit des Rathauses in Rüdenhausen hat ihren Dienst getan. In der ersten Sitzung des neuen Jahres beschloss der Gemeinderat, die Lichtzeichenanlage komplett abbauen zu lassen und auf eine Reparatur zu verzichten.

Wie Bürgermeister Gerhard Ackermann im Rat ausführte, ist die 1996 installierte Ampel bereits seit etwa neun Monaten defekt.  Eine Reparatur wäre dagegen aufwändig und würde 10 677 Euro kosten. Das Geld müsste die Kommune aus ihrer Tasche berappen, da sie nun die Baulast über die Marktstraße hat. Dazu würden sich Kosten für die Wartung von jährlich rund 1130 Euro gesellen. Der Abbau würde 2294 Euro kosten.

In der Sitzung führte Ackermann das Ganze näher aus: Im Zuge der Dorferneuerung werde die gesamte Straße in diesem Bereich sowieso schmäler, auf der Seite zum einstigen Gasthaus Bastel seien Grünflächen vorgesehen. Dadurch würde sich die Geschwindigkeit der dort fahrenden Autos verringern.

Zudem hätten die letzten Monate gezeigt, dass es auch ohne die einst zur besseren Sicherheit beim Übergang für Fußgänger geschaffene Ampel gehe. "Meiner Meinung nach ist die Ampel nicht mehr zwingend erforderlich", so Ackermann. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass es auch später noch möglich wäre, an der Stelle wieder einen Fußgänger-Überweg zu schaffen.

Alte Relaisplatte nicht reparabel

Gemeinderat Martin Lang fragte nach, ob die Anlage aus Altersgründen reparaturbedürftig sei. Bürgermeister Ackermann erläuterte, dass eine Relaisplatte defekt sei, diese gebe es in der Form nicht mehr, es müsste eine komplett neue Platte eingebaut werden.

Bei der kurzen Diskussion zu dem Punkt wies Ratsmitglied Karl-Heinz Rebitzer darauf hin, dass der Bereich am Rathaus für Fußgänger schlecht einsehbar sei – wegen der Kurve. Einen Überweg oder eine Regelung mit "Tempo 30" für die Fahrzeuge würde er sich dort wünschen.  

Jochen Schwemmer stellte fest, dass der Verkehr in der Ortsmitte wegen der geschaffenen Umgehung deutlich weniger geworden sei. Er halte eine "Tempo 30"-Zone für den gesamten Ortskern für sinnvoll. Wegen der Kosten und auch aus optischen Gründen sei ein Abbau sinnvoll. Auch Ratskollege Manto zu Castell-Rüdenhausen hielt die Ampel für "absolut verzichtbar". Einstimmig wurde schließlich festgelegt, dass die Ampel verschwinden soll.  

Lkws ignorieren Durchfahrtsverbot

In der Sitzung monierte Gemeinderat Uwe Pfeiffer, dass in der Ortsdurchfahrt weitere Schilder aufgestellt werden, die ein Durchfahrtsverbot für Lkw anzeigen. Das eine von Wiesentheid aus sei zu wenig, es führen immer noch viele Lastwagen durch den Ort.

Bürgermeister Ackermann antwortete, dass man das Aufstellen weiterer Schilder nicht so leicht genehmigt bekomme. Zudem wolle er keinen Schilderwald schaffen. Dass Lastwagen trotz Verbots den Ort durchfahren, werde sich wohl erst ändern, wenn die Navigationsgeräte aktualisiert seien, vermutete er.

Christusfigur wird restauriert

In der Sitzung teilte Bürgermeister Ackermann zudem mit, dass die Sparkassenstiftung eine Spende von 1000 Euro zur Restaurierung der Christusfigur im Friedhof zugesagt hat. Das Ganze werde rund 2200 Euro kosten. Er dankte auch der Raiffeisenbank, die zum Kauf eines neuen Christbaumschmucks für den gemeindlichen Baum 500 Euro spendierte.

Begrüßt wurde ein Vorschlag von Joachim Sinn, einige Stellen im Gemeindebereich zu bepflanzen. Er wies auf ein Förderprogramm hin. Zusammen mit den Räten Martin Lang und Uwe Pfeiffer soll Sinn die Stellen aussuchen, wurde vereinbart.