Die Suche nach dem besten Weg zur Sanierung der Altstadt und zur Unterstützung der Gebäudeinhaber ist ein Thema auf der Sitzung des Stadtrats an diesem Donnerstag. Der Gesamtstadtrat trifft sich um 19 Uhr im Rathaus zur ersten Sitzung nach der Sommerpause, einzelne Ausschüsse hatten schon getagt.

Auf Antrag der Ödp-Fraktion soll die Verwaltung die geeignetsten Sanierungsverfahren ermitteln und die sinnvollsten Fördermaßnahmen zusammenstellen. Das Problem dahinter: Derzeit gibt es zur Förderung von Modernisierung- und Sanierungsmaßnahmen drei verschiedene Sanierungsgebiete und die entsprechende Verwirrung. Folge: positive städtebauliche Maßnahmen werden gehemmt, die Förderprogramme nur gering ausgenutzt. Ziel des Ödp-Antrags ist es, „durch die Ausnutzung aller möglichen Fördertöpfe zusammen mit den Hauseigentürmern zur Aufwertung des Stadtbilds und des Wohnumfelds beizutragen“. Die Verwaltung sieht den Antrag positiv.

In der Sitzung geht es auch um ein konkretes Sanierungsvorhaben. Das zeigt, wie schwierig das Geschäft ist. Im Stadtrat wird das lang erwartete Ergebnis des Investorenwettbewerbs für das Marktcafé vorgestellt. Wie inzwischen bekannt ist, war das eher ernüchternd. Einen einzigen Bewerber gibt es für das Grundstück direkt neben dem Rathaus in bester Lage.

Neben dem Antrag der Grünen, nach dem sich Kitzingen um den Titel einer Fair-Trade-Stadt bewerben und damit den fairen Handel fördern soll (wir berichteten), liegt auch ein Antrag der Bayernpartei auf dem Tisch.

Uwe Hartmann beantragt die Einrichtung von drei öffentlichen WLan-Hotspot-Standorten. Die mehr oder weniger freien Zugänge zum Internet sollen in der Fußgängerzone, auf dem Gartenschaugelände und auf dem Bahnhofsvorplatz eingerichtet werden. Generell sieht die Verwaltung die Sache positiv. Allerdings gibt es Bedenken gegen eine kostenfreie Bereitstellung ohne Zugangsbeschränkung. Haftungsfragen seien rechtlich noch nicht geklärt. In Kitzingen gibt es derzeit schon fünf solche Einwahlmöglichkeiten, allerdings nur mit Zugriffsberechtigung.

Weiter geht es um Auftragsvergaben für den Ausbau der Gartenstraße und den Umbau und die Erweiterung der Grund- und Mittelschule Kitzingen Siedlung.

Den Zuschuss für die Generalsanierung des Kindergartens St. Elisabeth in der Kapuzinerstraße, der nach Kostensteigerung beim Umbau erheblich höher werden soll, muss der Stadtrat absegnen.

In der Sitzung wird sich zudem die neue Jugendbürgermeisterin vorstellen. Nach mehreren Wahlgängen hatte sich die 20-jährige Nilufer Samdan im Mai durchgesetzt. Sie löst Ines Herm ab, die den Jugendstadtrat zuvor geleitet hatte.