Hilda Nunn aus Escherndorf feierte ihren 100. Geburtstag. Ihr Rezept für das Erreichen des hohen Alters lautet: "Jeden Tag meine Pflicht tun." Zum runden Geburtstag gratulierten ihre sechs Söhne und ihre Tochter mit Familien, darunter 15 Enkel und 19 Urenkel. Die Glückwünsche der Stadt Volkach und von Landrätin Tamara Bischof überbrachte Volkachs Bürgermeister Heiko Bäuerlein. Die Jubilarin konnte sich über Urkunden von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und des Würzburger Bischofs Franz Jung freuen. Die Escherndorfer Blaskapelle spielte ein Geburtstagsständchen.

Hilda Nunn wurde am 25. Oktober 1921 in Dimbach geboren. Sie war die älteste Tochter der Landwirte Kunigunde und Andreas Böhnlein. Gemeinsam mit ihren acht Geschwistern wuchs sie in dem heutigen Volkacher Stadtteil auf. Nach dem Volksschulabschluss besuchte sie die Hauswirtschaftsschule in Lülsfeld. Danach arbeitete sie in verschiedenen Haushalten und in der Landwirtschaft.

Bei der Weinlese in Escherndorf lernte sie den Winzer Franz Nunn kennen. 1943 läuteten die Hochzeitsglocken. Die Jubilarin brachte acht Kinder zur Welt, das älteste ist früh verstorben. Ihr Ehemann Franz starb bereits 1962. In der Folgezeit kümmerte sie sich um den Weinbaubetrieb, die Familie und den Haushalt. "Viel arbeiten und eine positive Lebenseinstellung, nur so ist das zu schaffen", blickt sie auf ein erfülltes Leben als Alleinerziehende und Winzerin zurück.

Heute lebt sie im Haus von Sohn Helmuth und Schwiegertochter Rita, die sich liebevoll um die vielfache Urgroßmutter kümmern. Auch ihre anderen Nachkommen besuchen sie regelmäßig. Der Weinbau bestimmte ihr Leben. So war sie mit 97 Jahren noch bei der Weinlese dabei. Bis vor kurzem pflegte sie noch ihren Garten. Täglich informiert sie sich in der Zeitung über das Lokal- und Weltgeschehen.