Bereits Anfang Juli sind die Abtswinder Kinder eingezogen, nun wurde der Neubau des Kindergartens auch offiziell seiner Bestimmung übergeben. Das rund 1,5 Millionen Euro teure Gebäude, in Holzbauweise am westlichen Ortseingang errichtet, wurde in gut einem Jahr fertig gestellt. Bürgermeister Jürgen Schulz und die Gemeinde planten weitsichtig, denn zu beiden Seiten ist bei Bedarf auch Platz zum Erweitern.

Am Hort ist bestenfalls sein Name alt, denn der neue heißt wie der bisherige "Fuchsbau", in Anlehnung an den Fuchs im Abtswinder Gemeindewappen. Der bisherige im ehemaligen Schulhaus in der Ortsmitte genügte nicht mehr den Ansprüchen, ein aufwändiger und komplizierter Umbau wäre nötig gewesen, so dass man sich lieber zum Neubau entschloss, wie Planerin Regina Huller erläuterte. Die geladenen Gäste – die Gemeinde verzichtete wegen der Corona-Vorschriften auf ein großes Kindergartenfest für alle – staunten beim Rundgang mit den Erzieherinnen über die hellen und klug konzipierten Räume.  

"Wie im Paradies" finden es die Kinder in den neuen Räumen

Die Leiterin des Kindergartens, Traudi Krauß, bedankte sich vor allem bei der Gemeinde. Das Projekt sei "auf jeden Fall sein Geld wert. Es ist ein wunderschöner Neubau, der keine Wünsche mehr offen lässt", schwärmte sie. Die Kinder hätten sich in der Einrichtung vom ersten Moment an sofort wohl gefühlt, wie im Paradies sei es, hatte ein Kind bei einer morgendlichen Gesprächsrunde festgestellt.

Auch die am Bau beteiligten Planer sprachen kurz, so präsentierte Planerin Regina Huller die Zahlen. Insgesamt habe der Kindergarten 1975 Kubikmeter Raum, die Nutzfläche beträgt 410 Quadratmeter. Die veranschlagten Baukosten von 1,479 Millionen Euro werden eingehalten. Sie überreichte stellvertretend der Leiterin Traudi Krauß einen Scheck in Höhe von 500 Euro zur Einweihung.

Die Gestaltung der Innenräume oblag Gottfried Schilling. Die Idee hinter dem Ganzen war es, die Einrichtung so nahe wie möglich an der Welt der Kinder auszurichten. In den Räumen gebe es vieles zu entdecken, man habe weniger auf Möbel, stattdessen mehr auf Landschaften gesetzt. Die für den Außenbereich zuständige Kerstin Gruber erläuterte die naturnahe Form, für die man im Garten Sandsteine aus Abtswinder Brüchen, Holz aus dem dortigen Wald sowie heimische Pflanzen verwendet habe. Segensworte gab es von Pfarrerin Beate Krämer.

Am Nachmittag zeigten die Kinder dann bei verschiedenen Aufführungen und Liedern ihre Freude über das neue Heim. Derzeit sind in der gemeindlichen Einrichtung 17 Kindergartenkinder sowie zehn Krippenkinder untergebracht.