Über die Zukunft der Wasserentnahmestellen in Seinsheim und den Ortsteilen diskutierte der Seinsheimer Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Für Seinsheim soll eine solche nun angemeldet werden. Auch der Selfie-Point hat einen Namen bekommen: "Paradiesblick" soll der Aussichtspunkt heißen.

Bei der Wasserentnahmestelle in Seinsheim ist es laut Bürgermeisterin Ruth Albrecht zum Streit gekommen. Die Leute hätten Schlange gestanden, seien zum Teil mehrmals dagewesen oder seien sogar von außerhalb des Gemeindegebiets gekommen, weil es bislang nichts gekostet hat. Anwohner hätten sich gestört gefühlt, weil manche schon um 5 Uhr in der Früh Wasser entnommen hätten. Sie selbst habe den Unmut von Bürgerinnen und Bürgern zu spüren bekommen. Manches sei dabei unter die Gürtellinie gegangen, berichtete die Bürgermeisterin.

Soll die Gemeinde den Service weiter anbieten?

Jetzt gehe es darum, ob die Gemeinde diesen Service weiter anbieten soll. Allerdings müsste die Wasserentnahmestelle in Seinsheim erst einmal offiziell beim Landratsamt angemeldet werden. Bei einer Genehmigung werde es dann Auflagen geben, erläuterte Ruth Albrecht.

"In Sasi gibt es noch genügend Wasser, wir sollten es weiter anbieten", meinte Bürgermeister-Stellvertreter Jürgen Merbecks. Das Wasser sollte aber künftig etwas kosten, forderte Marktgemeinderat Christian Sämann.

Bürgermeisterin Albrecht informierte, dass es einen Platz für eine neue Wasserentnahmestelle gebe. Diese liege zwischen Festplatz und den Hallen, denn dort könnten auch Schlepper problemlos anfahren. Es solle aber derzeit kein Waschplatz entstehen. Wie es künftig geregelt sein wird, auch von einem Chip-Karten-System war die Rede, und was der Kubikmeter Wasser bei der Entnahmestelle künftig kosten soll, das entscheidet der Marktgemeinderat, wenn die Erlaubnis des Landratsamtes vorliegt.

Diskutiert wurde auch über die Regelung bei der Wasserentnahme bei den Brunnen in den Ortsteilen. Auch dafür werde man eine Regelung finden müssen, hieß es im Rat.

Selfie-Point war Teil der Troja-Ausstellung

Der Seinsheimer Selfie-Point, der auf der Anhöhe zwischen Seinsheim und Iffigheim mittlerweile aufgebaut ist, bekommt den Namen "Paradiesblick". Das Teil aus Holz war ursprünglich der Selfie-Point für die Troja-Ausstellung im Iphöfer Knauf-Museum, den die Marktgemeinde nach dem Ende der Ausstellung erhalten hatte. Ursprünglich hatte man einen anderen Platz Richtung Hüttenheim im Auge gehabt, bevor sich das Ratsgremium für den neuen Standort entschied.

In Kürze wird noch das Fernrohr installiert. Das ganze Projekt läuft über das Regionalbudget. Wegen der anhaltenden Trockenheit war bislang auch noch keine Rasensaat um den Aussichtspunkt herum erfolgt.

Schon 40 Anmeldungen für den Neubürgerempfang

An den aufgelassenen und renaturierten Gipsgruben der Firma Knauf möchte der Steigerwaldklub Informationstafeln aufstellen. Die Kosten würde das Gipsunternehmen übernehmen. Der Marktgemeinderat hatte nichts dagegen.

Rund 40 Anmeldungen gibt es laut Albrecht bereits zum Neubürgerempfang. Der letzte hatte 2014 stattgefunden. Festhalten will die Gemeinde am Aufstellen der Weihnachtsbäume. Die Beleuchtung sei weitgehend auf LED umgestellt. Albrecht informierte, dass der Wald durch die Trockenheit geschädigt sei. Zudem seien die Aufforstungen nicht geglückt, bedauerte sie.