Die Ära von Manfred Krapp als Festleiter des Obervolkacher Weinfestes ist zu Ende. „Nach 40 Jahren ist es Zeit geworden, das Amt in jüngere Hände zu legen“, sagte er bei seinem Abschied. Er gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

In einem chronologischen Rückblick erinnerte er an seine 40-jährige Tätigkeit, an sein erstes Weinfest als stellvertretender Festleiter 1974, als noch Dietmar Kordowich, der Gründer der Weingenießertage, die Fäden in der Hand hielt, unterstützt vom damaligen Obervolkacher Bürgermeister Karl Erhard.

Künstlerabende, Bunte Abende mit Volkstanzgruppen, Zauberern, Kabarettisten und Faschingsgarden waren an der Tagesordnung. Auch ein Jubiläumsfestzug zum fünften Geburtstag des Weinfestes, den Manfred Krapp als Zugleiter organisierte, stand mit 52 Zugnummern auf dem Programm. 1975 hat er die Leitung des Festbüros übernommen, Ehefrau Doris kümmert sich um die Finanzen.

Ein weiterer Festzug war zum zehnjährigen Weinfestjubiläum organisiert worden – ein Riesenerfolg unter dem Motto „Frankens Wein und Frankens Brauch, huldigt Obervolkach auch“. 1980 habe er bereits die meisten organisatorischen Aufgaben übernommen, informierte Manfred Krapp und ging auf die Installation des Riesen-Bocksbeutels auf dem Weinfestplatz und viele weitere Neuerungen ein. Und 1986 übernahm er als Festleiter die gesamte Organisation. Seit 1991 gab es nur noch einen Festleiter, der zusammen mit den Vorständen der Obervolkacher Vereine die nun kommenden Weinfeste stemmte. Keine leichte Aufgabe, wenn man hinter die Kulissen schaute, meinte Krapp lächelnd. Doch die Ehrung dafür war 1994 gekommen, als er und seine Frau für ihre 20-jährige leitende Funktion ausgezeichnet wurden.

Anfangs ein Fest unter wenigen

In den Anfangsjahren war das Obervolkacher Weinfest ein Fest unter wenigen, der Besucherandrang groß, erzählte Krapp von dem jährlichen Ansturm auf das Festgelände. Jetzt sei es ein Fest unter vielen, so dass man eifrig die Werbetrommel rühren müsse. Trotz mancher Rückschläge war es eine schöne Zeit, dankte Krapp allen Weinprinzessinnen und Landsknechten sowie allen Helfern der Dorfgemeinschaft für ihren Einsatz.

Das größte Lob zollte er seiner Gattin Doris, die ihn vier Jahrzehnte lang bei der Erfolgsgeschichte des Landsknecht-Weinfestes unterstützte.