In der Begrüßung zum Konzert am Kirchplatz ließ der Vorsitzende Reinhold Then einfließen, dass der Abend unter dem Zeichen einer Premiere stand: Die gemischten Chöre von Stadtschwarzach und Sommerach stellten ihr gemeinsames Chorprojekt vor.

Nach dem erfolgreichen Auftritt der gemeinsamen Chöre beim Frühjahrskonzert des Musikvereines Stadtschwarzach sollte es in Sommerach eine Fortsetzung geben. Ein gelungener Auftakt, denn für die Oldies wie „Marina“ und „Champs Elysees” sowie den weiteren bekannten Liedern „Heimweh“ und „Es muss doch nicht am Rhein sein“ gab es viel Beifall.

Auch die Weinprinzessin Lena Kram fand in ihrer Begrüßung Worte für das gemeinsame Singen. Musik kennt keine Grenzen, Musik bringt gute Laune und macht Menschen froh, wie man es an den Gesichtern der Gäste beim gemeinsamen Frankenlied erkennen konnte.

Die Musikkapelle Sommerach unter der Leitung von Edgar Pickel präsentierte mit viel Engagement verschiedene schwungvolle Stücke. Als Gastchor unter der Leitung von Stefanie Dresch begeisterte der Männerchor aus Stadtschwarzach mit fränkischem Liedgut. Den reizvollen Abschluss bildete die Fränkisch Swing Big Band unter der Leitung von Markus Scheffel.

Im Gespräch mit dem Sommeracher Chorleiter Gerhard Karl nach dem Konzert äußerte er sich zur Chance einer Chorvereinigung Stadtschwarzach/Sommerach. Seine Antwort: Altersbedingt wurden es immer weniger Sängerinnen und Sänger in den verschiedenen Stimmlagen. Deshalb waren in letzter Zeit die Chorauftritte mit einem Fragezeichen versehen. Neue Wege gehen, vielleicht mit einem anderen Chor zusammen zu singen, stellte sich als Lösungsansatz dar.

Auch der Vorsitzende des Musikvereines Stadtschwarzach Hans Dresch bewertete die Entwicklung positiv. Was sich im Moment noch als Probephase darstellt, könnte also bald zur bleibenden Verbindung werden. Darüber hinaus sieht Dresch weitere Vorteile in einem großen Chor: In einer größeren Gruppe sei zu erwarten, dass alle Stimmlagen besetzt sind und die Chance, Nachwuchs zu gewinnen sei womöglich größer.