Der 1. FC Iphofen vollzog bei den Neuwahlen in der Jahresversammlung in der Karl-Knauf-Halle einen Generationswechsel. Denn mit dem bisherigen Vorsitzenden Frank Kristinus traten auch sein Stellvertreter Jürgen Ruft, Kassenwartin Ingrid Ruft nicht mehr zur Wiederwahl an. Zum neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder Sebastian Dörr, sein Stellvertreter ist Andreas Grün, die Kassengeschäfte führt künftig Benedikt Freund und als Schriftführer folgte Florian Freygang auf Falk Hauschild. Beisitzer sind Lothar Dees, Lukas Freygang, Marco Schönig, Bernd Schönig und Julius Straub, als Revisoren fungieren Birgit Humann und Bürgermeister Dieter Lenzer. "Ich freue mich, dass wir alle Posten schnell und unkompliziert besetzen konnten", meinte Dieter Lenzer, nachdem er die Wahlleitung rasch erledigt hatte.

Sebastian Dörr würdigte das Wirken der bisherigen Vorstandsriege und erklärte, dass er sich bereits im vergangenen Jahr für seine Kandidatur entschieden habe. Lukas Freygang übernimmt die Mitgliederverwaltung, Benedikt Freund wurde Kassier und Pascal Veit kümmert sich um den Wirtschaftsdienst. "Das bedeutet, dass drei Leute die Arbeit von Ingrid Ruft übernehmen, da sieht man, was sie geleistet hat", lobte Sebastian Dörr. Er schilderte die Ziele der neuen Führung, der Stärkung der Jugendarbeit, der Zusammenarbeit aller Abteilungen und der Mitarbeit im kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Stadt. Die Sportanlagen seien bestens in Schuss, nur müssten die Leuchtmittel des Flutlichts auf LED umgerüstet werden.

Ingrid Ruft wird zur Ehrenvorsitzenden ernannt

"Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass ich diese Ehrung noch machen darf", verriet Frank Kristinus, als er auf Ingrid Ruft zu sprechen kam. Sie stehe dafür, dass der scheidende Vorstand den Verein – abgesehen von einem BLSV-Darlehen – schuldenfrei übergeben konnte. Sie habe Kristinus und auch dessen Vorgänger Walter Schubert das eine oder andere Mal gezügelt und in 25 Jahren als Kassenwartin das Geld des Vereins zusammengehalten. Daneben hatte sie in den vergangenen zwölf Jahren noch die Mitgliederverwaltung geführt und obendrein zusammen mit ihrem Mann Jürgen Ruft über Jahrzehnte hinweg Wirtschaftsdienst im Sportheim geleistet. "Sie ist einfach die gute Seele unseres Vereins", sagte er und unter stehendem Applaus der Anwesenden ernannte Kristinus seine langjährige Mitstreiterin als Dank und Anerkennung zur Ehrenvorsitzenden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden heuer 21 Personen noch nicht geehrt, die heuer zur Ehrung für langjährige Vereinstreue an der Reihe gewesen.

Jubiläumsfeier wurde auf 2021 verschoben

In seinem letzten Jahresbericht bezifferte Kristinus den Mitgliederstand auf 423 Personen und sah den Verein wirtschaftlich ganz gut dastehen. Wie seit Jahren war der Ski-Ausflug wieder ein voller Erfolg. Wie Kristinus bedauerte, hatte die Corona-Pandemie dem Verein im Jubiläumsjahr einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, deswegen musste die Feier zum 100. Vereinsjubiläum auf kommendes Jahr verschoben werden, stattfinden sollen die Feierlichkeiten jetzt am 24./25. Juli 2021. Der scheidende Vorsitzende dankte dem ehemaligen Bürgermeister Josef Mend, in dessen Amtszeit sich der Verein der Unterstützung der Stadt sicher sein dufte.

Der neue Vorsitzende gab den Überblick als bisheriger Sportleiter der Fußballer und hoffte, dass die wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Saison bald fortgeführt werden kann. Die Fußballer hatten im vergangenen Jahr neben dem Bremserfest auch das Johannisfeuer mit ausgerichtet, die Weihnachtsfeier organisiert und auch die erstmalige Silvesterfeier war ein Erfolg. Frank Kristinus informierte über die Jugendfußballgemeinschaft (JFG) Schwanberg, dass sich der SSV Kitzingen als vierter Verein neben dem 1. FC Iphofen, dem SV Sickerhausen und dem TSV Mainbernheim als neuer Stammverein anschloss.

Sportreferentin setzt sich für Erhöhung der Jugendförderung ein

Frank Kristinus würdigte das außerordentliche Engagement von Holger Gringel in der JFG. "Ich denke, dass die JFG für alle beteiligten Vereine ein Erfolg war und ist", betonte Kristinus und sah aus sportlicher Sicht keine vernünftige Alternative zu dem Zusammenschluss. Gerald Eras berichtete über das Abschneiden der Jugendmannschaften und Ulrike Weiglein schilderte, dass heuer nahezu alle Turnier oder Lehrgänge ausfallen mussten. Vergangenes Jahr waren Gürtelprüfungen, Kata-Lehrgänge und die Sommerolympiade auf der Agenda gestanden sowie das Bärchenprojekt mit dem Kindergarten. Die neue Sportreferentin der Stadt, Peggy Knauer, versprach, sich im Stadtrat für eine Erhöhung der Jugendförderung einzusetzen und auch der Bürgermeister versicherte, dass er das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen zu würdigen wisse.

Die Geehrten 

Heinrich Bonfig, Georg Klinger, Luise Stöhr (alle 65 Jahre), Helmut Simm (60 Jahre), Hans-Dieter Kirchner (50 Jahre), Norbert Weber (40 Jahre), Tilo Kirchner, Johannes Schober, Christian Thein (alle 30 Jahre), Heinz Humann, Stefan Seidl, Christoph Weigand (alle 25 Jahre), Birgit Humann, Sebastian Klinger, Gerd Klöber, Lucas Knauer, Dieter Rammensee, Niklas Rönninger, Andre Sieber, Jelane Störk, Monika Thein (alle 15 Jahre).