Über 120 Gläubige, darunter viele Familien und Senioren – fanden sich zum ersten See-Gottesdienst auf dem Stadtsee in Iphofen ein. Eingeladen hatte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Dekanat Neustadt/Aisch im Rahmen seiner Reihe „Gottesdienste an besonderen Orten“.

Das Wetter war ideal, von oben trocken und warm, aber nicht zu heiß, und so konnten ab 15 Uhr die Boote am Seeufer aufgeblasen werden, schreibt der BDKJ in seiner Mitteilung. Auch die Wasserwacht Iphofen rüstete sich mit Rettungsboot, -brett und Erste-Hilfe-Station zum Einsatz, da sie während des Gottesdienstes auf dem See für die Sicherheit der Teilnehmer sorgte.

Eine gute Stunde später waren alle Boote startklar und Bruder Martin Koch (Kloster Schwarzenberg) eröffnete den Gottesdienst noch am sicheren Ufer. Er erzählte von Jesus, der am See Genezareth auf ein Boot stieg, das Volk vom Boot aus lehrte und anschließend Simon aufforderte, mit seinem Boot auf den See hinauszufahren und die Netze auszuwerfen. „Duc in altum – Fahr hinaus“ rief Bruder Martin Koch den Besuchern zu und die ließen sich das nicht zweimal sagen. Auch Bruder Martin Koch stieg mit Mikrofon ins Boot und paddelte zusammen mit Iris Baußenwein vom BDKJ-Dekanatsvorstand in Richtung Seemitte.

Insgesamt sieben Boote mit 25 Seefahrern trotzten Wind und anfänglichen Startschwierigkeiten und versammelten sich in der Mitte des Stadtsees. Hier fand der Gottesdienst in kleiner Runde seinen Fortgang, wurde mit dem Mikro an die Besucher am Ufer übertragen.

Bruder Martin fragte anschließend in die Runde, ob schon mal jemand den Mut hatte, etwas Neues auszuprobieren. Die anfängliche Scheu legte sich schnell und Kinder wie Jugendliche unterhielten sich ungeniert mit ihm über mutige Taten und dass vieles im Team besser klappe. Schnell war man sich auch einig, dass man sich am besten mit einem Seil vernetzt, damit alle Boote auf dem See beieinander bleiben. Gesagt, getan. Viele Hände halfen mit, dass ein langes Seil weitergegeben und alle Boote damit zusammengebunden wurden.

Gemeinsam wurden die Fürbitten gebetet und nach dem Vaterunser ging es zurück ans Ufer. Dort wartete eine Stärkung, die Jutta Friedel, Referentin für Glaubensbildung, und Diakon Peter Walter organisiert hatten. „Wenn ihr wieder einen See-Gottesdienst macht, sind wir wieder dabei“, konnte man beim Einpacken der Boote an vielen Stellen hören. Auch Iphofens Bürgermeister Josef Mend wäre einem See-Gottesdienst im nächsten Jahr nicht abgeneigt und zählte gleich noch weitere besondere Orte in der Gemeinde Iphofen auf, an denen man mal Gottesdienst feiern könnte.

Der nächste Gottesdienst an besonderem Ort findet am 24. September um 20 Uhr im Supermarkt in Emskirchen (Landkreis Neustadt Aisch/Bad Windsheim)statt.