Gnötzheim, Enheim und Martinsheim eint ein Top-Thema: die neuen Baugebiete.  Klar, dass beim Treffen mit Bürgermeister Rainer Ott schnell die Rede darauf kommt. Der Stand der Dinge: In Enheim und Martinsheim sind bereits die Ausschreibung und Vergabe erfolgt, rund 1,1 Millionen Euro wird die Erschließung kosten. Für Gnötzheim muss zunächst noch die Beteiligung der Öffentlichkeit und Träger öffentlicher Belange abgeschlossen werden.

Ein weiteres großes Projekt wird die Erweiterung des Kindergartens in Martinsheim sein, um die stetig steigenden Anforderungen erfüllen zu können. Bei der Ausweisung des daneben liegenden Baugebietes hat sich die Gemeinde hierfür bereits einen zehn Meter breiten Streifen zurückbehalten. Derzeit sind die ersten Pläne in Arbeit, erläuterte Bürgermeister Rainer Ott im Gespräch.

Noch einige Zeit wird auch der Anschluss der Gemeinde an den Abwasserzweckverband Ochsenfurt (AVO) ein Thema sein. Die Ortsteile Martinsheim und Enheim sind bereits mit der Kläranlage in Winterhausen verbunden. Die Verteilung der Kosten muss jedoch noch festgelegt werden. Auch wird noch ein Regenrückhaltebecken geplant, dies soll auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage Martinsheim/Enheim angelegt werden. Dann steht der Anschluss von Unterickelsheim bevor, wo demnächst die Genehmigung für die Kläranlage ausläuft.

Sanierung der Ortsstraßen

Ob und wann Gnötzheim auch angeschlossen wird, steht noch nicht fest. Hier läuft die Genehmigung der gemeindeeigenen Kläranlage jedoch noch etwas länger, so dass noch Zeit für die Entscheidung bleibt. Da jedoch die Vorschriften zum Betrieb einer eigenen Kläranlage immer schwieriger zu erfüllen sind, ist auch hier ein Anschluss an den AVO wahrscheinlich, blickt der Bürgermeister voraus.

Immer wiederkehrendes Thema ist die Sanierung der Ortsstraßen, wo vor allem in Gnötzheim und Unterickelsheim einiges zu tun ist. Außerdem erwartet Rainer Ott, dass am Kirchturm in Enheim, dessen Eigentümer die Gemeinde ist, bald Renovierungsarbeiten notwendig sein werden. In Gnötzheim will die Gemeinde den Hauptweg im Friedhof pflastern. Für den Betrieb des Freibades entstehen immer wieder Kosten. In diesem Jahr hatte sich die Gemeinde entschlossen das Bad für Renovierungsarbeiten geschlossen zu lassen, auch weil die Corona-bedingten Auflagen für eine Öffnung kaum zu erfüllen gewesen wären.

Kreditaufnahme unumgänglich

In den vergangenen Jahren konnten die Schulden kontinuierlich verringert werden und liegen derzeit deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Generell hat die Gemeinde jedoch wenig Einnahmen, so dass wegen der Vielzahl der großen Projekte eine Kreditaufnahme unumgänglich sein wird. Um die Schulden so gering wie möglich zu halten wird auch immer geprüft, ob Förderprogramme genutzt werden können. So zum Beispiel für die Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos für Martinsheim in den nächsten Jahren, wo durch die gemeinsame Durchführung mit einer anderen Gemeinde Fördergelder möglich sind.

Neue Photovoltaik-Anlagen

Da ein Großteil der Gewerbesteuereinnahmen von Photovoltaik-Freiflächenanlagen kommt, hofft Rainer Ott, dass sich die Einbußen durch die Pandemie in Grenzen halten. Für zwei weitere PV-Anlagen haben die Planungen gerade begonnen, eine an der Autobahnauffahrt zur A 7 ("Rossgraben") und eine zwischen Bahn und Autobahn nördlich von Gnötzheim ("Fuchsloch"). In die Planungen wird die Gemeinde eingebunden und diese werden auch noch mehrfach im Ratsgremium diskutiert werden.