Einsichtig ist er ja, der Angeklagte: „Was sein muss, muss sein!“ sagt er, nachdem das Urteil gefallen ist: Zwei Monate Freiheitsstrafe, ausgesetzt zu drei Jahren Bewährung. Dazu bekommt der 37-Jährige eine Geldauflage von 300 Euro verpasst, über die sich die Kitzinger Verkehrswacht freuen darf.

Betrunken unterwegs

Zu Schulden kommen ließ sich der Arbeiter mal wieder einen Diebstahl. Betrunken war er im Sommer in einem Kitzinger Einkaufsmarkt unterwegs und steckte ein Deo und ein Energie-Drink für 7,43 Euro ein. Als er ohne zu bezahlen den Markt verlassen wollte, flog er auf. Wie sinnlos die Tat war, zeigt das Deo: Es war aus der Damen-Abteilung und für den alleine lebenden Mann so gar nicht von Bedeutung.

Problem: Vorstrafen

Nun sind 7,43 Euro kein Betrag, der irgendwie nach Gefängnis riecht – außer es gibt entsprechende Vorstrafen. In diesem Fall ist das so: 2008 gab es den ersten Diebstahl. Damals saß der Mann sogar drei Monate in Untersuchungshaft, ehe er zu neun Monate auf Bewährung verurteilt wurde. Diebstahl Nummer zwei wurde 2015 aktenkundig, als der Versuch gestartet wurde, eine Flasche Alkohol aus einem Markt zu schmuggeln.

Damals setzte es eine Geldstrafe über 1400 Euro (35 Tagessätze zu je 40 Euro), die der Angeklagte immer noch in monatliche Raten abbezahlt. An seine Beteuerung nach der Urteilsverkündung, künftig „nichts mehr zu machen“, sollte sich der 37-Jährige auch halten – sonst geht's, da war das Gericht deutlich, auch wegen vermeintlicher Kleinigkeiten direkt ins Gefängnis.