Die beiden Konversionsmanager, die seit 2013 die Entwicklung – vor allem – von Volkach und Kitzingen begleiten, sollen nach dem Willen des Volkacher Stadtrats zwei weitere Jahre die Bereiche Energieberatung und Flächenmanagement abdecken. Das Gremium sprach sich für eine Vertragsverlängerung aus, die Volkach bis Ende 2017 rund 9000 Euro kosten würde.

Das Management-Duo Christoph Hagen (Flächenmanagement) und Felix Frost (Energieberatung) verdankt seine Existenz dem Abzug der Amerikaner aus Kitzingen und in Volkach der Verringerung der Bundeswehrtruppe in der Mainfranken-Kaserne um rund ein Drittel. Um die Verluste an Wirtschaftskraft aufzufangen, legte der Freistaat ein Förderprogramm für Konversionsmanagement auf: Nutznießer des 90-prozentigen Zuschusses sind seither Volkach und Kitzingen.

Die deutlichsten Spuren in der Stadt hat Christoph Hagen hinterlassen. Sein Tätigkeitsbereich in den vergangenen zwei Jahren war die Rundumerneuerung der Hauptstraße. Hier war Hagen vor allem mit dem Baustellenmanagement beschäftigt – kümmerte sich um das Miteinander von Firmen und Anliegern. Ob bei der Baustellenzeitung, Aktionen oder Infos für die betroffenen Gewerbetreibenden, Hagen war Begleiter der Erneuerungsarbeiten.

Den „Schwung“, den er aus der positiven Begleitung der Hauptstraßen-Baustelle mitgenommen habe, wolle er in den kommenden zwei Jahren beim Ausbau der Seitenstraßen mitnehmen. Ansonsten werde er die Arbeitsfelder weiter beackern, auf denen er schon tätig war: dem Leerstandsmanagement und der Attraktivitätserhöhung der Innenstadt.

Kollege Felix Frost war im Bereich Volkach mit dem Aufbau eines kommunalen Energiemanagements beschäftigt. Ein Arbeitsprogramm, das die Verbräuche in städtischen Liegenschaften erfasst, sei inzwischen im Laufen und könne auch in anderen Kreisgemeinden eingesetzt werden. Erfolgreich sei auch die „Energiekarawane“. Bei dem Projekt können sich Hausbesitzer von Energieexperten in einer kostenlosen Erstberatung Ratschläge geben lassen, wie sie Energie einsparen können.

Der Erfolg in Volkach sei besonders groß gewesen. Von 157 Eigentümern hätten sich 48 um eine Beratung bemüht, so Frost. In Kitzingen seien es bei etwa gleicher Anzahl nur 30 gewesen. Fortsetzen will Frost das Energiemanagement, Info-Kampagnen, aber auch den Aufbau von Bürgergenossenschaften im Bereich erneuerbare Energien.

Damit die Manager bis 2017 tätig sein können, müssen noch Kitzingen und der Kreistag zustimmen.