Auch das regnerische Wetter am Sonntag konnte den 7. Iphöfer Weinfreundschaften nicht die Freundschaft kündigen. Zwar sah man am „Haupt-Tag“ der zweitägigen Veranstaltung nur wenige Gäste zwischen den rund 20 Stationen hin und her flanieren. Allerdings waren in den beteiligten Weingütern und gastronomischen Betrieben die Gasträume voll – die Teilnehmer hatten vorgesorgt, nachdem auch schon vor zwei Jahren das Wetter einen Strich durch die Rechnung zu machen drohte.

Am Sonntag hatten jene Betriebe, die über einen Hof verfügen, zwar auch diesen hergerichtet. Wer aber auch noch überdachten Raum zur Verfügung hatte, ging klar als Sieger hervor. Dabei sah am Samstag bei der Eröffnung noch alles prima aus. Bereits zur Mittagszeit kamen die ersten Gäste an.

Viele Besucher nutzen die Bahn, um aus dem Raum Nürnberg für günstiges Geld nach Iphofen zu kommen, so Claudia Bellanti, Leiterin der Tourist Information. Der Einzugsbereich erstrecke sich bis nach Schweinfurt. Wer nach der Eröffnung schon da war, versuchte noch schnell ein Foto mit der Fränkischen Weinkönigin Kristin Langmann zu erhaschen.

Dann ging es auf Tour durch Iphofen. Die Idee der Weinfreundschaften ist es, sich andere Winzer oder Hersteller kulinarischer Genüsse einzuladen, um mit ihnen zusammen ein etwas anderes Programm für den Gaumen auf die Beine zu stellen. Manche Kombination gibt es schon fast von Anfang an, sodass nicht nur unter den Teilnehmern Freundschaften entstanden sind, sondern die Stammgäste sich auch auf ein zweijähriges Wiedersehen freuen.

In diesem Jahr waren es wieder einmal ein paar mehr Iphöfer Betriebe, die mit gemacht haben, andere, die derzeit eine Baustelle haben, pausierten. „Wer dabei war, hat sich wirklich etwas einfallen lassen und sich voll engagiert, statt einfach nur seine Türe aufzumachen“, zieht Claudia Bellanti eine positive Bilanz. Nicht nur das Angebot für Kehle und Magen ziehe die Besucher an. Auch beispielsweise die Kleinkunstvorführungen am Samstag vor dem Rathaus haben staunende Blicke auf sich gezogen und die Besucher länger verweilen lassen.

Besonders freue sie, dass sich auch der Iphöfer Einzelhandel teilweise an den Weinfreundschaften beteiligt habe. Mittlerweile seien die Weinfreundschafen überregional bekannt.