In einem nach außen übertragenen Festgottesdienst mit Regionalbischöfin Gisela Bornowski wurde das neue Dekanatszentrum Markt Einersheim eingeweiht. Was in Einersheim geschaffen wurde, sei wie im Bibelwort auf felsigem Grund gebaut, funktional und zukunftsfähig, offen für die Menschen der Gemeinden. Daher habe sich der Aufwand gelohnt, sagte Bornowski.

Die Regionalbischöfin stellte das Haus unter Gottes Schutz und bat darum, dass es ein Haus der Gemeinschaft mit der Bereitschaft zum Gespräch miteinander sein möge, dazu ein Ort der Hilfe und der Hoffnung. Politik, Wirtschaft und Vereine gaben sich auf dem Kirchplatz ein Stelldichein, als Dekan Ivo Huber von der Fertigstellung berichtete.

Landrätin Tamara Bischof sprach von einem freudestrahlenden Dekan und dem neuen Ambiente zwischen Rathaus und Kirche. Denkmalschutz und Archäologie hätten das Bauwerk anstrengend gemacht. Bürgerschaft, Pfarreien und Jugend dürften nun einen freudigen Tag erleben.

Aufwendiger Umbau statt Bodenversiegelung

Ihr Amtskollege Reinhard Streng (Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) sah in der Einweihung eine Geburtsstunde für das Dekanat und wünschte inspirierendes Wirken und Erfolg bei der Arbeit allen, die das Haus nutzen.  Barbara Becker, Landtagsabgeordnete und Synodale, sah eine großartige Begegnungsmöglichkeit, die zur Mitarbeit motiviere und ein Segen für alle sei, die ein- und ausgehen. Sie hob hervor, dass anstelle weiterer Bodenversiegelung ein aufwendiger Umbau betrieben wurde.

Für Bürgermeister Herbert Volkamer entstand ein Haus mit gelungener Kubatur. Bei der Amtseinführung des Dekans 2016 habe niemand geahnt, dass man bis 2021 auf neue Gebäude warten müsse. Bei der optimierten Gebäudebauweise komme allerdings Wehmut auf, weil das alte Schulhaus als angestammter Probenraum des Posaunenchores weichen musste.

Bekenntnis für gelebte Ökumene

Der katholische Geistliche Adam Was sprach von einem bedeutenden Tag für evangelische Christen und die Ökumene. Das wunderschöne Gemeindezentrum setze Zeichen weit über Einersheims Grenzen hinaus. Der mutige Schritt dazu sei ein klares Bekenntnis für gelebte Ökumene.

Ruth Finster lobte als Vertrauensfrau des Dekanats den langen Atem, den alle Beteiligten bewiesen und dass niemand aufgegeben habe. Für Vertrauensmann Gunther Klatt ging ein Traum in Erfüllung. Er freue sich auf ein terminliches Gedränge und die Entwicklung der Gemeinden mit vielen Aktivitäten.

Den steinigen Weg bis zum Bauabschluss schilderte Architekt Georg Redelbach. Planung und Wünsche seien kaum in Einklang zu bringen gewesen. Obwohl vorgefundene historische Gräber den Bau verzögerten, habe sich jede Mühe gelohnt.

Schließlich freute sich Dekan Huber, dass "es endlich so weit ist" und der harte Weg und die lange Dauer bewältigt wurde. Er sei nach Einersheim gekommen, um Pfarrer zu sein und nicht um zu bauen. Er bezeichnete das neue Zentrum und das Pfarrhaus als gelungen. Das erfülle mit Freude, denn eine Investition in die Zukunft habe sich gelohnt.