Die jüngste Dekantssynode in Kitzingen fand wegen der Corona-Pandemie mit einem verkleinerten Teilnehmerkreis statt. Zu Gast war Dekan Martin Reutter aus dem Dekanatsbezirk Feuchtwangen, welches eines der Erprobungsdekanate für die landeskirchlichen Prozesse „Profil und Konzentration“ sowie „Landesstellenplanung“ ist.

Bei dieser letztgenannten Planung geht es nicht nur um eine neue Verteilung der Pfarrstellen, sondern auch um alle theologisch pädagogischen Stellen von Diakonen und Religionspädagogen insgesamt, teilt das Dekanat in einer Pressemitteilung mit. Da die Gemeindegliederzahlen abnehmen, damit auch die Einnahmen sinken und mehr Pfarrer in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen als theologischer Nachwuchs nachkommt, wird in der Evangelischen Landeskirche die Anzahl der Stellen für jeden Dekanatsbezirk neu berechnet, um eine gerechte Verteilung auf die Fläche zu gewährleisten.

Entscheidung fällt im kommenden Jahr

Wie die zugewiesenen Stellen dann im Dekanat Kitzingen genau verteilt werden, entscheidet der Dekanatsausschuss im kommenden Jahr. Dabei ist aus Sicht des Dekanats wichtig: Jede Kirche bleibt in Betrieb, jede Kirchengemeinde in ihren Grenzen und jedes Gemeindeglied hat einen festen Seelsorge-Ansprechpartner, heißt es in dem Bericht des Dekanats.

Dekan Martin Reutter berichtete von einem regionalen Gottesdienstkonzept, das eine Vielfalt an Formen ermöglicht mit  Schwerpunkten auf generationsübergreifender Familienarbeit. Er machte den Synodalen Mut anzufangen, sich an positiven Visionen zu orientieren und sich keine Denkverbote aufzuerlegen. Vor allem appellierte er, nicht zuerst auf Zahlen zu schauen, sondern zu fragen, was die Menschen brauchen, was der Auftrag als Kirche ist und wo Synergien Freiraum schaffen für Neues.

Mehr Verantwortung für die Dekanate

Durch die Aufhebung von Stadt- und Land-Denken, Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden und Dekanaten werde die Verantwortung mehr auf Dekanatsebene verlegt. Dabei gelte es, die normalen Gottesdienste nicht zu vernachlässigen. Trotz der Zahl der steigenden Kirchenaustritte würden die Gemeinden leben, es zeigten sich neue Wege, auch im ökumenischen Miteinander.

Auf der Tagesordnung der Synode standen außerdem kurze Berichte von Dekanin Kerstin Baderschneider und von Diakon Klaus Raab. Es war sein letzter Bericht als Dekanatsjugendreferent. Raab hatte den Posten 24 Jahre lang inne. Zum 1. Oktober geht er in den Ruhestand. Die Dekanatsynode verabschiedete ihn mit lang anhaltendem Applaus.