Der Bundespolizeiinspektion Würzburg wurden mehrere Fälle von unerlaubten Gleisüberschreitungen am Bahnhof in Marktbreit gemeldet. Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang eindrücklich darauf hin, dass das Überqueren der Gleise nicht nur an dieser Stelle eine immense Gefahr für Leib oder Leben darstellt.

Moderne Züge sind laut Pressemitteilung der Bundespolizei leise, werden oft nicht bemerkt oder deren Geschwindigkeit unterschätzt. Der Bremsweg eines Zuges ist im Gegensatz zum Auto sehr lang. Aus einer Geschwindigkeit von 160 km/h hat ein Zug einen Bremsweg von bis zu 1000 Meter. Auch bereits der Sog eines vorbeifahrenden Zuges kann Personen unter den Zug reißen. Unplanmäßige Fahrten und die Nutzung eines Gleises in beide Richtungen sind völlig normale Vorgänge und gehören zum Alltag des Bahnverkehrs dazu.

Die Gefahren, die beim unerlaubten Betreten und Überqueren von Gleisanlagen bestehen, werden zumeist unterschätzt. Hierauf weist die Bundespolizei stets hin und bemüht sich dem unvernünftigen Verhalten durch Aufklärung mit Veranstaltungen in Schulen entgegenzuwirken.

Das schont auch den Geldbeutel. Die Bundespolizei wird jede Überschreitung oder deren Versuch mit 25 Euro Verwarngeld ahnden. Muss ein Zug wegen einer unerlaubten Gleisüberschreitung eine Schnellbremsung einleiten, begeht der Verursacher in der Regel eine Straftat wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Diese Straftat kann mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. Darüber hinaus erwachsen gegebenenfalls Schadensersatzansprüche der DB AG gegenüber dem Verursacher.

Die Bundespolizei überwacht daher stetig die Bahnanlagen, momentan verstärkt im Bereich um den Bahnhof in Marktbreit.