War das schon das perfekte Dinner? Kevin Stranner aus dem Volkacher Stadtteil Fahr ist auf jeden Fall zufrieden mit seinem Auftritt und dem Menü, das der 31-Jährige am ersten Abend in der Vox-Sendung "Das perfekte Dinner", das am Montag ausgestrahlt wurde,  aufgetischt hat. Stranner servierte dabei ein aufwändig zubereitetes Drei-Gänge-Menü, das seine vier Mitstreiter mit 31 von 40 möglichen Punkten bewerteten.

Bei "Das perfekte Dinner" lassen sich fünf Hobbyköche jeweils einen Tag lang in der Küche beim Zubereiten eines Drei-Gänge-Menüs über die Schulter schauen. Nach dem gemeinsamen Abend bewerten die anderen Kandidaten das Essen sowie die Qualitäten der Teilnehmer als Gastgeber. Wer am Ende der Woche die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt 3000 Euro. In dieser Woche wird täglich ab 19 Uhr je eine der Folgen ausgestrahlt, die in Unterfranken aufgezeichnet wurden.

Regionalität und Kürbisse aus dem eigenen Garten

"Ein Schlückchen vom Kürbis mit Frank 'n' Roll an Wildkräutersalat"– schon der Name verrät wie viele Komponenten die Vorspeise des Malermeisters hat. Wert legte Stranner, der Kochen zu seinen Hobbys zählt, dabei vor allem auf die Regionalität. Mit Kürbissen aus dem eigenen Garten kochte er eine Kürbissuppe und hinter dem Begriff Frank 'n' Roll versteckte sich eine Rolle aus Kloßteig, gefüllt mit fränkischem Schäufele und Rotkohl sowie fränkischer Tafelspitz im Nudelteig. "Ich wollte etwas klassisch Fränkisches machen, konnte mich aber nicht entscheiden", erklärt er. 

Als Hauptspeise servierte er dann "Dry Aged Rinderfilet vom Spessartrind trifft auf Riesengarnele, begleitet von Kürbissäckchen". Und den Nachtisch "Weiße Mousse mit Tonkabohne, Schokoküchlein und Himbeer-Minz-Sorbet" bereitete er schon ab 9 Uhr morgens vor. "Ich dachte, ich werde mehr ins falsche Licht gerückt", gesteht Stranner im Anschluss an die Ausstrahlung. Insgesamt sei es aber ganz gut gelaufen, auch wenn in der Sendung nicht alles klappte: Die Riesengarnelen, die er kochen wollte, waren ausverkauft, das Rinderfilet etwas zu lange in der Pfanne und auch ein Teller ging zu Bruch. 

Bewerbung stammt aus dem Jahr 2013

2013 hatte sich Stranner mal bei der Sendung "Game of Chefs" beworben; sieben Jahre später meldete sich die Produktionsfirma bei ihm wegen des Formats "Das perfekte Dinner". Stranner sagte zu; dabei hielt er das Ganze zu Beginn für einen Scherz. "Ich hab den Anruf am Anfang gar nicht ernst genommen", erzählt er. Erst als die Firma es ein zweites Mal bei ihm probierte, sagte er zu. Dann ging alles ganz schnell. Die Produktionsfirma stattete ihm einen Besuch ab, überprüfte, ob die Wohnung auch in Corona-Zeiten für das Team geeignet ist und zwei Wochen später war schon der Dreh. Während der Aufnahmen galten strenge Abstands- und Hygieneregeln. "Das war gewöhnungsbedürftig und ich hätte die anderen Teilnehmer schon gerne mal umarmt", berichtet Stranner. 

Seine Chancen schätzt Stranner als gut ein. "Wir hatten riesigen Spaß die Woche und ich habe die anderen Kandidaten ins Herz geschlossen", erzählt er über die vor vier Wochen gedrehten Folgen. Mit seinen Mitstreitern steht er weiterhin über eine WhatsApp-Gruppe in Kontakt und am Mittwoch treffen sie sich zum gemeinsamen Fernsehen.

Die erste Sendung verfolgte Stranner am Montagabend gemeinsam mit seiner Freundin und den Schwiegereltern. "Natürlich hat das Handy gestern am laufenden Band geklingelt", sagte Stranner am Dienstag. Trotzdem würde er sofort wieder teilnehmen und alles genauso machen, wahrscheinlich sogar das Missgeschick mit dem zerbrochenen Teller, denn Scherben bringen schließlich Glück.