Es waren insgesamt zehn große Aktionen, mit denen die Stadt Prichsenstadt im Jahr 2017 ihr Jubiläum "650 Jahre Stadtrecht" gefeiert hatte. Kommendes Jahr steht wieder ein Jubiläum an, nämlich "50 Jahre Großgemeinde Prichsenstadt". Im Zuge der Gebietsreform von 1972 "wanderte" Prichsenstadt aus dem Landkreis Gerolzhofen in den Landkreis Kitzingen.

Gleichzeitig wurden die bis dahin neun eigenständigen Ortschaften eingemeindet: Altenschönbach, Bimbach, Brünnau, Järkendorf, Kirchschönbach, Laub, Neudorf, Neuses am Sand und Stadelschwarzach. Dieses Jubiläum soll natürlich auch gefeiert werden, sagte Bürgermeister René Schlehr in der Sitzung des Kultur- und Tourismusausschusses. "Allerdings nicht so groß wie die 650-Jahr-Feier, allein schon wegen der Kosten", so Schlehr.

Vereine sollen sich Gedanken machen, wie sie sich am Jubiläum beteiligen

Wesentlicher Punkt der Ideen, um die er die Ausschussmitglieder bat, ist die Einbeziehung aller zehn Ortsteile in eine Feier. In der Verbindung "Tourismus und Vereine" dürfen sich die Vereine schon jetzt Gedanken machen, ob und wie sie sich an diesem Jubiläum beteiligen wollen, so Schlehr sinngemäß. Um gleich seine Ausschusskollegen mit ins Boot zu holen, stellte er die Frage in die Runde, wer sich alles aktiv an der Vorbereitung beteiligen würde.

Von Ludwig Meder kam der Vorschlag, einen Lenkungsausschuss zu bilden, der dafür zuständig ist, "wer bis zu einem bestimmten Zeitpunkt was abzuliefern hat". Wer immer sich auch dafür melden würde, müsse sich bewusst sein, dass das "richtig harte Arbeit ist". Schlehr ergänzte, dass diese Arbeit weit über die Arbeit eines Ausschusses und eines Stadtrates hinausgehen würde.

Nach relativ kurzer Zeit stand dieser Lenkungsausschuss auch schon fest: neben Bürgermeister René Schlehr sind das Andreas Ebert (Ortssprecher von Järkendorf), Michael Eckhoff, Werner Hillger, Susanne Karb, Alexandra Martin und Ludwig Meder (Ratsmitglieder). Hinzu kommen wird noch Katharina Pachtner, die ab Mai als Nachfolgerin von Simone Kolb die neue Tourismuskraft der Stadt sein wird.