Der Bereich um das Kriegerdenkmal in Abtswind wird künftig wieder von einer Hecke eingerahmt. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung erst nach einiger Diskussion. Das Areal am Ortseingang, das sich idyllisch in einer kleinen Grünanlage befindet, wurde bis zum Bau des direkt angrenzenden neuen Kindergartens bereits von einer solchen umgeben. Nachdem im Zuge der Bauarbeiten die Hecke an einigen Stellen weichen musste, fanden manche an der nun offeneren Gestaltung des gesamten Bereichs Gefallen, wie etwa Bürgermeister Jürgen Schulz.

Er hob in der Sitzung hervor, dass sich das Monument und der Kindergarten schön ineinander gefügt hätten. Kinder und Eltern, die auf dem Weg zum Hort dort vorbei liefen, würden so an einen Teil der Vergangenheit erinnert. Das Mahnmal sei auch für sie ein Berührungspunkt mit der Geschichte. Er könne sich weiterhin die offene Gestaltung ohne pflanzliche Abtrennung zum Kindergarten gut vorstellen, so Schulz.

Mit der Hecke könnte Wärmepumpe verdeckt werden

Manchen gefiel das aber nicht. Ratsmitglied Heiko Därr erinnerte, dass nach wie vor ein Ratsbeschluss bestehe, der eine neue Anpflanzung der Hecke vorsieht. Er sei für eine "gewisse räumliche Trennung" der beiden Bereiche, weil diese nichts miteinander zu tun hätten und sehe keinen pädagogischen Charakter. Dazu meinte Därr, dass man mit der Hecke die neben dem Kindergartengebäude stehende, nicht gerade sehenswerte Wärmepumpe des Gebäudes etwas kaschiere. "Das schaut furchtbar aus", meinte er zur momentanen offenen Gestaltung.

Für und Wider gab es von Seiten der anderen Gemeinderäte. Bürgermeister Schulz ließ Kindergartenleiterin Traudi Krauß zu Wort kommen und fragte nach deren Meinung dazu. Die Fläche sei generell schön angelegt, das Denkmal bleibe auch mit einer niedrigen Hecke gut sichtbar. Bei drei Gegenstimmen wurde schließlich entschieden, als Abgrenzung zum Kindergarten wieder eine niedrigere Hecke zu pflanzen.

Im Stämmbauersweg darf nicht mehr plakatiert werden

In der Sitzung legten die Räte zudem fest, an welchen Stellen im Ortsbereich Veranstalter künftig ihre Plakate aufhängen dürfen. Dazu wurden jeweils zwei Straßenlampen an den Ortseingänge ausgewählt. Die Einfahrt von Rüdenhausen her wurde ausgespart, um nicht die schöne Ansicht von dort aus auf den Ort zu beeinträchtigen, hieß es. Nicht mehr plakatiert werden darf im Stämmbauersweg. Die Regelung betrifft auswärtige Veranstalter, einheimische Vereine etwa dürfen nach wie vor auch an gewissen Stellen im Ortskern ihre Anschläge machen, hieß es.

Außerdem wurde über die künftige Nutzung des alten Schulhauses in der Ortsmitte gesprochen. Im Gebäude direkt neben der Kirche war bis Mitte des Jahres der Kindergarten untergebracht, nun stehen die Räume leer. Bürgermeister Schulz will im Obergeschoss das Archiv der Gemeinde einrichten, ansonsten könnten etwa Vereine und Gruppen die Einrichtung nutzen. Die Gemeinde will die Bürger mit einbeziehen steht für Ideen zu einer weitere Nutzung offen. Ein Konzept soll in der Folge erstellt werden, so das Gremium. Außerdem wird sich Bürgermeister Schulz nach Möglichkeiten einer finanziellen Förderung für einen Umbau erkundigen.