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Mainbernheim

Das Konzept für die Mainbernheimer Altstadt steht

Das Stadtboden- und Parkkonzept für die Mainbernheimer Altstadt ist fertiggestellt. Der Stadtrat billigte es in seiner jüngsten Sitzung. Jetzt wird es der Regierung von Unterfranken vorgelegt, die bereits Anfang 2018 die Förderung eines solchen Konzepts bewilligt hat.
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Der Bereich um den Vierröhrenbrunnen soll als Platz begreifbar werden. Eine klare Linienführung, wie sie jetzt durch die Pflasterung der Straße gegeben ist, wird es nach der Neugestaltung nicht mehr geben. Foto: Gerhard Krämer
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Das Stadtboden- und Parkkonzept für die Mainbernheimer Altstadt ist fertiggestellt. Der Stadtrat billigte es in seiner jüngsten Sitzung. Jetzt wird es der Regierung von Unterfranken vorgelegt, die bereits Anfang 2018 die Förderung eines solchen Konzepts bewilligt hat.

Die Stadt Mainbernheim möchte mit dem Konzept Mängel in der Altstadt im Hinblick auf die Begehbarkeit beheben. Ebenso geht es um die Verbesserung der Verkehrssituation. Stadtplanerin Yvonne Slanz und Sylvia Haines (Architektur- und Stadtplanungsbüro Haines-Leger) stellten dem Stadtrat den Abschlussbericht vor. Yvonne Slanz erinnerte daran, dass sich bei der Entwicklung auch viele Bürger aus der Altstadt beteiligt hätten.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Herrnstraße

Besonderes Augenmerkt gilt der Herrnstraße, der Visitenkarte der Stadt. Laut Slanz soll der Charakter des Ortes erhalten werden. Verwendet werden sollen einheitliche Materialien. Sylvia Haines erläuterte dem Stadtrat, dass die Herrnstraße als "lebendiges Herz" aufgewertet werden soll – mit einer hohen Aufenthalts- und Gestaltungsqualität. Geplant sei eine durchgängige Pflasterung in traditionellem Muschelkalk. Der vorhandene Charme der Altstadt solle erhalten und das authentische Bild bewahrt bleiben. Deswegen will man Bestandssteine auch wiederverwenden, zum Beispiel in Traufpflasterstreifen.

Zum Konzept gehört auch, dass in der Herrnstraße dann nur noch auf einer Seite geparkt werden kann. Eine gewisse Anzahl von Stellplätzen wird wegfallen, wie viele könne man noch nicht sagen. Deshalb sollte man Quartiersgaragen im Auge behalten. Bürgermeister Peter Kraus ergänzte, dass man zusätzliche Parkplätze in der Altstadt schaffen müsse, wenn man die in der Herrnstraße reduziere.

Bei Beeten und Fassadengrün müssen die Eigentümer bereit sein

Die Gassen würden mit Traufpflaster gestaltet. Die Fahrspur bekomme einen aufgehellten Asphalt. Haines ging auch auf Traufbeete und Fassadenbegrünungen ein. Hier müssten aber die Eigentümer dazu bereit sein. Auch gehe es um eine möglichst barrierearme Gestaltung.

Der Bereich Herrnstraße/Vierröhrenbrunnen soll als Platz begreifbar werden. Eine Linienführung wie aktuell wird es nach der Neugestaltung nicht mehr geben. Haines ist davon überzeugt, dass dann auch die Autofahrer langsamer fahren. Ein weiterer wichtiger Bereich ist der Scheuerleinsplatz, der eine platzartige Aufweitung bekommen soll. Angebunden wird auch der bereits gestaltete Rathausplatz. Vorgesehen ist eine Pflasterung der Herrnstraße an dieser Stelle, die diese Anbindung signalisieren soll.

Bürgerworkshop hat eine Prioritätenliste erarbeitet

Das Konzept kann in verschiedenen Bausteinen umgesetzt werden. Dafür ist beim Bürgerworkshop eine Priorisierung erarbeitet worden. Erster Abschnitt ist das Zentrum mit Herrnstraße im Bereich des Vierröhrenbrunnens bis zum Rathaus. Die Kostenschätzung beläuft sich auf 850 000 Euro.

Als zweite Maßnahme ist der Bereich der Herrnstraße mit dem Scheuerleinsplatz. 555 000 Euro sind veranschlagt. Weitere Projekte sind die Gestaltung des Stadteingangs Nord (855 000 Euro) und des Stadteingangs Süd mit Kellergasse (540 000 Euro). Der Bereich der Kellergasse an der Stadtmauer könnte vorgezogen werden (55 000 Euro). Als letzte Maßnahme gibt es dann noch den Bereich Klostergasse/Brunnengasse (280 000 Euro).

Viel Geld, das in die Altstadt investiert werden soll. Jetzt hofft man, auf eine entsprechende Bezuschussung, damit das Vorhaben auch verwirklicht werden kann.