Das Blumen-Spektakel der Kleinen Gartenschau hat der Kitzinger Musikschule – laut Jahresbericht – einen „Auftrittsmarathon“ beschert. Der stärkte das ohnehin gute Renommé der Einrichtung, deren Lehrpersonal auch noch einen Preis der Stiftung für Erziehung, Bildung, Wissenschaft und Kunst erhielt – „für hervorragende pädagogische Leistungen.“ Die kamen in diesem Jahr 660 Musikschülern (Vorjahr: 675) zugute.

Weil Eigenwerbung auch einer erfolgreichen Einrichtung keinesfalls schadet, bot die Musikschule im März einen „großen Instrumentenschnuppertag“ an. 56 Kinder haben dabei in Kleingruppen jeweils drei Instrumente ausprobiert. Welche Favoriten es beim Instrumenten-Schnuppern gab, findet sich nicht im Jahresbericht. In dem liegt allerdings das Klavier mit 136 Jungmusikern knapp vor der Gitarre (130). Danach kommt lange nichts. Die Querflöte liegt dann auf Platz drei (43), vor der Blockflöte (42), den Blechblasinstrumenten (39) und der Violine (30).

Die musikalische Bildungsarbeit beginnt in Kitzingen schon früh. So nahmen 99 Kinder (2010: 117) an den Angeboten des Elementarbereichs teil. Weil auch hier die Werbetrommel den richtigen Takt gibt, lockte die Musikschule die jüngsten Zuhörer mit Zirkusdirektor Fortissimo und dem Zirkus Musikus in die Welt der Musik und die Klangwelten verschiedener Instrumente.

Gut besucht in der Musikschule sind ebenfalls die Ensemblefächer, zu denen auch der Chor gehört. Die Ergebnisse des gemeinsamen Spielens, Singens und Probens waren bei vielen Auftritten während der Gartenschau Natur in Kitzingen (NiK) zu hören: beispielsweise das Percussionensemble oder die Musikschul-Bigband, die ihren ersten Fernsehauftritt hatte. Rundfunkaufnahmen erlebten einige Ensembles beim „Tag der Laienmusik“. Großer Abschluss des Auftrittreigens bei NiK war laut Jahresbericht der „Tag der Musikschulen“ auf vielen Plätzen des Geländes am Main.

Obwohl die jungen Künstler des Hauses in der Gartenschau-Zeit gut ausgelastet waren, wartete die Musikschule noch mit der Inszenierung des Musicals „Die Zauberharfe“ auf. Chorleiterin Katrin Beckert-Kämpf studierte das Stück ein, das bei drei Aufführungen auf eine begeisterte Resonanz stieß. Die Arrangements und die Leitung des Streichorchesters übernahm Jürgen Faas.

Den richtigen Ton traf das Musikschulteam auch mit einem „musikalischen Ohrwurm“ beim Seniorennachmittag im Dekanatszentrum und zum Jahresabschluss mit dem „klingenden Adventskalender“ in der Rathaushalle.