Der kleine Ort Kirchschönbach wird künftig einigen Leuten mehr ein Begriff sein. Dafür sorgte das Sommerfestival, das am vergangenen Wochenende im Schlosspark über die Bühne ging (wir berichteten).

Drei Tage, an denen die Musik im Vordergrund stand, aber auch Kunst und Vorträge geboten wurden, begeisterten viele Besucher. Veranstalter Herbert Löw zog ein zufriedenes Resümee und will das Ganze künftig etablieren und weiter ausbauen. Nicht nur bei den Haupt-Acts der „Cubaboarischen“, oder bei „Quadro Nuevo“, den Meistern der ruhigen Töne, herrschte eine lockere, ungezwungene Atmosphäre, die einfach Spaß machte. Auch am Sonntag, der bei freiem Eintritt von Mittag an noch einmal eine bunte Mischung an Welt-Musik bis in den Abend hinein bot, gingen die Besucher teils begeistert mit.

Mit der Programmauswahl habe man richtig gelegen, was die rund 400 Zuschauer an den beiden Abenden belegten. Das Wetter passte als wohl wichtigster Faktor, so Veranstalter Löw zufrieden. „Wir hatten richtig ambitionierte Künstler, eine herrliche Atmosphäre“, so seine Einschätzung. Man lege Wert auf gute Qualität und wolle dem Publikum etwas bieten.

Was lockt das Publikum, wie auch die Musiker, in das Dorf? „Dieser Ort hat eine Seele“, findet Herbert Löw. Die Musiker kämen gerne, die meisten seien nicht zum ersten Mal hier gewesen. Sie spielten größtenteils ohne Gage, um mitzuhelfen, Kirchschönbach und das Festival bekannter zu machen. Die Künstler übernachteten auch nicht in Hotels, sondern in den Zimmern des ehemaligen Klosters, wodurch laut Löw eine Art Gemeinschaft entstanden sei.

Herbert Löw möchte das Sommerfestival in Kirchschönbach zur festen Einrichtung machen, eine Vielfalt an Musik anbieten. „Wir wollen den Standort im Bereich Weltmusik, Jazz, Chansons besser positionieren“, das schwebt ihm vor. Vielleicht werde man kommendes Jahr Theater mit einbinden, das Ganze noch etwas ausdehnen, doch das müsse sich zeigen.