Anträge zur Grundwasserentnahme zur Gartenbewässerung aus einem Brunnen sind im Segnitzer Gemeinderat mit schöner Regelmäßigkeit auf der Tagesordnung und werden ebenso regelmäßig genehmigt. An diesem Mittwoch hakte Gemeinderätin Elke Breucker bei dem Thema ein: Es sei grundsätzlich zu überlegen, ob diese Genehmigungen weiterhin so erteilt werden können, bevor der Grundwasserspiegel davon beeinträchtigt werde. Außerdem schlug sie vor, bei neuen Bebauungsplänen eine Pflicht zur Nutzung von Regenwasser durch Zisternen vorzuschreiben. Christian Wunder und Herbert Müller erklärten, dass die Entnahmen grundsätzlich durch das Wasserwirtschaftsamt kontrolliert werden, die Gemeinde habe darauf keinen Einfluss. Zudem sei der Wasserspiegel im Altort abhängig vom Main und habe zunächst nichts mit dem Grundwasser zu tun.

Demnächst weiden vermutlich Schafe in Segnitz. Ein Besitzer von vier Schafen möchte gerne eine Grünfläche der Gemeinde als Weidefläche nutzen, um dort seine Tiere unterzubringen. Dagegen hatten die Räte im Grunde nichts einzuwenden. Da die fragliche Fläche jedoch eines Tages als Renaturierungsfläche benötigt werden könnte, soll die Verpachtung der Weide zunächst auf zwei Jahre befristet werden und dann jeweils für ein Jahr verlängert werden können.

Kleingärten schlecht erreichbar, vor allem bei Regen

Unterhalb der Umgehungsstraße nach Sulzfeld befindet sich eine Reihe Kleingärten, deren Nutzer sich an die Gemeinde gewandt haben. Die Zufahrt zu den Gärten sei nur eingeschränkt nutzbar, vor allem nach schlechtem Wetter. Tiefe Pfützen machen ein Befahren mit dem Auto schwierig, zu Fuß oder mit dem Fahrrad sei kaum ein Durchkommen. Derzeit ist die Zufahrt von einer Seite gesperrt, um allzu großen Autoverkehr zu verhindern. In der Folge verursachen wohl vor allem die Autos beim Wenden große Schäden auf dem Feldweg.

Der Bürgermeister zeigte sich aufgeschlossen, möchte den Weg aber "wenn, dann gescheit" in Ordnung bringen und ist nicht sicher, ob dies für 2021 noch finanzierbar wäre. Christian Wunder schlug eine Lösung mit Schotter vor; Achim Volkamer erklärte, das sei machbar und nicht allzu teuer. Eine der Gartennutzerinnen war in der Sitzung anwesend, sie bezweifelt, ob Schotter sinnvoll für Radfahrer und Rollatoren wäre. Klären soll es nun ein Ortstermin, bei dem sich der Gemeinderat ein Bild der Lage macht und dann eine Entscheidung trifft.

Kontrolle des ruhenden Verkehrs beginnt bald

Bürgermeister Peter Matterne informierte außerdem, dass die Überwachung des ruhenden Verkehrs demnächst beginne. Vorerst habe die Gemeinde zwei Stunden pro Woche gebucht, in denen in Segnitz kontrolliert werde. Die zwei Stunden können auf die Woche verteilt werden. Über den Start der Geschwindigkeitskontrollen habe er noch keine Informationen.

Elke Breucker teilte mit, dass das offizielle Radwegenetz nun durch Segnitz hindurch führe und bat darum, dass auch die Schilder entsprechend neu aufgestellt werden. Ebenfalls aus dem Bereich Tourismus informierte Christian Wunder, dass die Gemeinde Segnitz nun auf der Website treffpunktdeutschland.de gelistet sei. Auf der Seite werden touristische Ziele in Deutschland vorgestellt.