Eine Ampelanlage wird an der Staatsstraße bei Geiselwind auf Höhe des Freizeitlands in Geiselwind errichtet. Das teilte Bürgermeister Ernst Nickel in der Gemeinderatssitzung mit. Die Fußgängerampel ist ein Ergebnis einer Besprechung mit allen Beteiligten, die kürzlich stattfand. Mit der Lichtzeichenanlage soll die Situation für Fußgänger künftig beim Überqueren der Straße vom entstehenden Freizeitressort aus zum Park sicherer gemacht werden.

Hintergrund ist, dass auf der südlichen Seite der Staatsstraße, direkt gegenüber des Freizeitlands, ein Ferienressort mit Unterkünften für Urlauber entsteht. Um in den Freizeitpark zu kommen, müssen die Urlauber die Staatsstraße dort überqueren. Auf der ziemlich gerade verlaufenden Strecke gilt derzeit Tempo 70, bisweilen wird dort auch schneller gefahren.

Das Problem sollte mit einer Querungshilfe in Form einer Verkehrsinsel gelöst werden. Vehement gegen diese Lösung hatte sich zuletzt die Gemeinde Geiselwind ausgesprochen, weil sie das als zu gefährlich ansah. "Das wäre nicht gut gegangen", meinte Bürgermeister Nickel. So fanden nun eine Ortseinsicht sowie ein eigens vom Landratsamt anberaumter Gesprächstermin mit den zuständigen Stellen und Parkbetreiber Matthias Mölter statt.

Tunnel oder Überführung wären zu teuer

Dabei stellte sich heraus, dass eine Überführung oder ein Tunnel zu teuer seien. Die Ampel sei eher realisierbar, so der Bürgermeister. Bereits in den nächsten Tagen soll die so genannte Impuls-Ampel aufgestellt werden. Diese funktioniert nur, wenn jemand drückt. An den Kosten muss sich der Parkbetreiber beteiligen.

Dass nun eine Ampel an der Stelle kommt, sorgte auch bei den Gemeinderäten für Erleichterung. Das nehme einige Sorgen, meinte etwa Ratsmitglied Moritz Strohofer.

Zur Sitzung lagen erneut die Bauanträge vom Freizeitland vor, die der Gemeinderat zuletzt wegen der aus seiner Sicht fehlenden sicheren Querungshilfe zurück gestellt hatte. Die Anträge umfassen eine Nutzungsänderung der Schleifmühle, wo Ferienwohnungen und Nutzungsräume entstehen sollen. Außerdem möchte das Freizeitland zusätzliche 17 Bungalows sowie ein Ferienhaus errichten.

Der Bebauungsplan muss geändert werden

Das Landratsamt teilte dazu mit, dass "das Nutzungsspektrum des Sondergebiets sehr weit gefasst" sei. Durch die deutliche Erhöhung der Bettenanzahl sei eine Änderung und Anpassung des Bebauungsplanes "Freizeitgebiet III" erforderlich, hieß es. Das betrifft den Bereich südlich der Staatsstraße.

Verwaltungsleiter Wilfried Hack fasste es zusammen. Erst müsse die Ampelanlage errichtet werden. Dann folge der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan. Hack schätzte die Dauer des Verfahrens auf etwa ein Jahr. Außerdem verlangt die Kommune, dass der Parkbetreiber ein Gesamtkonzept vorlege.