Nach über einer Woche bangen Wartens haben die getesteten Volkacher Schüler und Hort-Kinder die Ergebnisse der Corona-Reihentestung erhalten. Nach Auskunft des Landratsamtes Kitzingen sind alle Ergebnisse negativ. Am Donnerstagvormittag fehlten aber noch sieben Ergebnisse: von einem Schüler aus der Klasse 3c sowie sechs Ergebnisse von den insgesamt knapp 140 getesteten Hortkindern.

Die Tests am 27. und 28. Oktober hatte eine örtliche Hausarztpraxis übernommen, die die Proben an ein Würzburger Labor zur Auswertung gegeben hat. Dass die Ergebnisse erst gut eine Woche später bei den Eltern eintrafen, bezeichnet das Landratsamt als unerfreulichen Einzelfall, der angesichts der Vielzahl an Corona-Tests, mit denen sich Labore derzeit konfrontiert sehen, jedoch vorkommen könne. Normalerweise lägen Ergebnisse "recht zeitnah" im Gesundheitsamt vor, berichtet Alexandra Wagner, Leiterin der Abteilung Sicherheit und Ordnung im Landratsamt. Die Arztpraxis, die die Tests vorgenommen hat, treffe an der Verzögerung keine Schuld.

Ergebnisse kommen zum Ende der Quarantäne-Zeit 

Die Auswertung der Volkacher Corona-Proben soll sich im Labor vor allem deshalb verzögert haben, weil diese versehentlich nicht als Reihentestung deklariert wurden, sondern als weniger priorisierte Jedermann-Tests, berichten Eltern von betroffenen Volkacher Schülern. Dies führte dazu, dass die Ergebnisse letztlich erst zum Ende der verhängten Quarantäne-Zeit bei den Volkacher Schülern eintrudelten. Deren Quarantäne endet am Donnerstag um 24 Uhr. Eine zweite Testung der Schüler ist nicht mehr notwendig.

Zur Klasse von Lehrerin Sabine Huppmann gehört ein Schüler, der positiv auf Corona getestet worden war, was die Reihentestung der Mitschüler ausgelöst hat. Sie schildert den Moment, als sie am Dienstag, 27. Oktober, ihrer Klasse morgens mitteilen musste, dass alle Schüler ab sofort unter Quarantäne stehen und sich nach Hause begeben müssen: "Es flossen Tränen. Die Kinder hatten auch Angst, sich mit Covid-19 infiziert zu haben." Eltern bestätigten ihr später, dass ihre Kinder "kräftig durch den Wind waren". Für einige platzten mit der Quarantäne auch Pläne für die anstehende Ferienwoche.

Eltern konnten nicht zur Arbeit gehen

Die Lehrerin ließ sich in der Teststrecke in Albertshofen testen und hatte ihr negatives Ergebnis nach zwei Tagen erhalten. Dennoch musste sie als Kontaktperson 1 in Quarantäne bleiben. Ärgerlich war das lange Warten auf das Ergebnis für Eltern, die so lange nicht zur Arbeit konnten und daheim bleiben mussten, berichtet Huppmann.

Das lange Warten zehrte an den Nerven, bestätigt Claudia Kreil: "Es war bedrückend, ohne Ergebnis dazustehen." Niemand habe ohne negativen Bescheid ungewollt das Virus weiterverbreiten wollen, erzählt die Elternsprecherin an der Grundschule Volkach. Doch letztlich zähle vor allem eines: Offensichtlich hat sich das Virus in den Klassen und im Hort nicht verbreitet. Denn dies hätte noch eine Vielzahl weiterer Tests in den dann betroffenen Familien nach sich gezogen.

Aktuelle Corona-Zahlen

Am Donnerstag, 5. November, (Stand: 14 Uhr) waren im Landkreis Kitzingen 644 Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie registriert, am Vortag waren es 619. Davon sind 492 (Vortag: 475) Menschen gesund, 148 (140) gelten als Corona-Indexfälle als akut erkrankt. 470 (528) Infizierte befinden sich als Kontaktpersonen 1 aktuell in Quarantäne.
Quelle: Landratsamt Kitzingen